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Katholisch, konservativ, queer in Wiesbaden: Jugendkirche Kana und Lesben und Schwule in der Union als Vorreiter

„Wir wollen damit bewusst queere Menschen ansprechen und ein positives Zeichen gegen Ausgrenzung setzen“, sagt Jugendbildungsreferent Eric Tilch von der katholischen Jugendkirche Kana in Wiesbaden. Gerade diese Zielgruppe habe meist Negativerfahrungen mit der Kirche. Unter dem Titel „Prisma“ laden die Wiesbadener am Sonntag, 28. Februar, um 18 Uhr , als erste im Bistum Limburg, zu einem „queeren Gottesdienst“. Auch politisch tut sich was in der Community: In dieser Woche wurde der erste LSU (Lesben und Schwule in der Union)-Kreisverband außerhalb Berlins gegründet – in Wiesbaden. Katholiken und Konservative – gleich zwei Gruppen, die traditionell nicht immer das entspannteste Verhältnis im Umgang mit „Andersliebenden“ hatten und haben, sind also innerhalb ihrer Organisationen in unserer Stadt als Vorreiter für die Community aktiv. (mehr …)

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„Einen Espresso, bitte“ – „Macht 15 km“ / Wiesbaden bekommt eine Klimaschutz-Währung: Fahrradkilometer

„Der Klimawandel wird in den Städten entschieden.“ Mit dieser Erkenntnis will die Stadt Wiesbaden ihre Bürger:innen dazu motivieren, aktiv zum Schutz des Klimas beizutragen. Und führt dazu sogar eine eigene neue Währung ein: gefahrene Fahrradkilometer. (mehr …)

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Jahrestag des rassistischen Anschlags von Hanau: Auch Wiesbaden gedenkt heute der Opfer /Ruf nach Aufklärung

Am späten Abend des 19. Februar 2020 wurden Fatih Saraçoğlu, Gökhan Gültekin, Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Mercedes Kierpacz, Said Nesar Hashemi, Sedat Gürbüz und Vili-Viorel Păun in Hanau Opfer eines rechtsextremistisch und rassistisch motivierten Mörders, der anschließend auch seine eigene Mutter und sich selbst erschoss. Die Tat war der vorläufige Höhepunkt einer Serie von rechtsterroristischen Anschlägen, die die bundesdeutsche Öffentlichkeit erschütterte. Zum heutigen Jahrestag findet das zentrale Gedenken in Hanau statt. Es gibt aber auch rund hundert Mahnwachen, Demos und Kundgebungen in ganz Deutschland, auch in Wiesbaden: #Hanauistüberall. (mehr …)

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„Sie können nicht mehr“: Psychiatrie-Oberarzt über Auswirkungen der Pandemie auf Kinder und Jugendliche

Fast jedes dritte Kind zeigt laut einer Anfang Februar veröffentlichten Studie der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) , ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland, psychische Auffälligkeiten. Über die Auswirkungen von Corona auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen berichtet Dr. Daniel Sammet, Oberarzt der Vitos Kinder- und Jugendambulanz für psychische Gesundheit Wiesbaden. Das Gefühl der Perspektivlosigkeit nehme zu, stellt er fest und prophezeit: „Einiges wird Spuren hinterlassen.“ Eltern und Verwandten rät er, aufmerksam und verständnisvoll zu sein, erlebt viele von ihnen aber auch als „extrem bemüht und auch unglaublich kreativ“.

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Stadt bleibt bei Außengastronomie großzügig: Gebührenfreiheit bleibt, Zusatzflächen werden genehmigt

Ob im großen Rahmen, wie hier auf dem im Corona-Sommer 2020 etablierten und bestens angenommenen „Kiezgarten“ auf dem Sedanplatz, oder auch „nur“ die Stühle und Tische auf kleinem Raum vor der Tür von Restaurants, Bars und Cafés: Sondernutzungsgebühren entfallen in Wiesbaden auch in diesem Jahr. Foto: Klinque

Die Aussetzung der Sondernutzungsgebühren für Außengastronomieflächen wird verlängert. Im Zuge der Corona-Pandemie hatte die Stadt Wiesbaden den örtlichen Gastwirten im großen Rahmen die Nutzung zusätzlicher Flächen zur Außengastronomie ermöglicht. Für diese Erweiterungsflächen wurden keine Gebühren erhoben. Diese Regelung gilt nun bis zum Jahresende. „Der Lockdown wird kein Dauerzustand werden. Sobald Lage und Wetter es zulassen, werden die Außenflächen mit darüber entscheiden, ob ein Betrieb erhalten bleibt oder nicht. Wir als Stadtgemeinschaft tragen mit der Gebührenfreiheit für diese Zusatzflächen, aber vor allem auch mit der Bereitstellung dieser Flächen unseren Teil dazu bei“, sagt der verantwortliche Dezernent Andreas Kowol. (mehr …)

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Veranstaltungsbranche gipfelt in Wiesbaden: Akteure und Experten diskutieren ab heute „Pfade in die Zukunft“

Die Veranstaltungsbranche ist in besonderem Maße von der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen betroffen. Doch wie geht es 2021 mit und nach Corona weiter? Welche Anpassungen an die neuen Bedingungen und daraus entstandene Formate haben sich für die Veranstaltungsbranche bewährt und wie sehen die neuen Geschäftsmodelle für Präsenz-Veranstaltungen aus? Die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH mit seinem Convention Team geht diesen Fragen, in einem digitalen Eventformat live gesendet aus dem RheinMain CongressCenter, nach. (mehr …)

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Wiesbadener*innen schreiben Corona-Geschichte(n) – sam macht Pandemie museumsreif und sammelt Beiträge

Die Corona-Pandemie hat das Jahr 2020 und auch schon den Beginn des Jahres 2021 stark geprägt. Seit fast einem Jahr beeinflusst und verändert Corona den Alltag, hinterlässt Spuren und wird vermutlich auch das weitere Miteinander und die Gesellschaft prägen. Irgendwann jedoch wird zurückgeblickt – und was ist dann zu sehen? Das Wiesbadener Stadtmuseum sam möchte diese so prägende Zeit dokumentieren und Relikte, Fotos, Erinnerungen, Geschichten sammeln – und bittet alle Wiesbadener*innen „mitzumachen und Wiesbadener Geschichte zu schreiben“. (mehr …)

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Von Kapitalismuskritik bis Game Culture: Ringvorlesung zum verantwortlichen Umgang mit einer komplexen Welt

Um den „verantwortlichen Umgang mit einer komplexen Welt“ kümmert sich die „Response-Ability“-Ringvorlesung am 5. und 6. Februar. Das Spektrum der behandelten Themen reicht von anti-kapitalismuskritischen Strategien, künstlerischen Positionen und der Analyse von Heldenbildern bis zur Verbindung zwischen politischem Aktivismus und der aktuellen Game Culture.

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Malteser bauen neuen Sanitätsdienst in Wiesbaden auf – Ehrenamtliche Leitung und Freiwillige gesucht

Sanitäterinnen und Sanitäter der Malteser im Ehrenamt: Man sieht sie auf Großveranstaltungen wie Konzerten, Stadtfesten, Sportevents – aber meistens erst dann, wenn man selbst in Not gerät oder Hilfe braucht.

Der Malteser Hilfsdienst ist eine der großen sozialen Dienstleister in Deutschland. Die katholische Hilfsorganisation ist bundesweit an mehr als 700 Orten vertreten. Auch in Wiesbaden helfen Freiwillige in der Ehrenamtsorganisation Menschen, die Hilfe brauchen. Schwerpunkte sind derzeit der Besuchs- und Begleitungsdienst mit und ohne Hund für einsame Menschen sowie die Pflege- und Erste Hilfe-Ausbildung. Jetzt soll ein Sanitätsdienst als weiteres Angebot für die hessische Landeshauptstadt hinzukommen. Zum Aufbau suchen die Malteser Freiwillige in verschiedenen Bereichen. (mehr …)

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Wiesbaden-Wahlkampf digital: Diskussionen über Fleisch und Kultur, City und Gründer, Soziales und Kiffen

Am 14. März ist Kommunalwahl, auch die Wiesbadener Parteien kommen langsam in Fahrt und organisieren – gezwungenermaßen digital – unterschiedlichste Veranstaltungen. Heute um 19 Uhr wird der Fraktionsvorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion Anton Hofreiter online aus seinem Buch „Fleischfabrik Deutschland“ lesen und anschließend mit dem Grünen Spitzenkandidaten zur Kommunalwahl Felix Kisseler diskutieren, wie Kommunen wie Wiesbaden zu einem Ende der industriellen Massentierhaltung beitragen können. Um „Kultur in Zeiten der Pandemie“ geht es am Freitag, 22. Januar. Auch CDU und Linke haben erste Veranstaltungen angekündigt. (mehr …)

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Piekse für die ersten 288: Impfzentrum Wiesbaden gestartet / „Bleiben weit hinter Möglichkeiten zurück“

„Endlich ist es soweit“, sagte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende heute früh zur Inbetriebnahme des Impfzentrum Wiesbaden im RMCC und befand: „Die Impfung ist der Weg, wie wir zurückkehren können zur Normalität.“ Gesundheitsdezernent Oliver Franz sieht das genau so und mahnte: „Wer sich nicht impfen lässt, muss in Kauf nehmen, die Krankheit durchzustehen. Einen dritten Weg gibt es nicht.“ Wer sich impfen lassen will, braucht vorerst freilich vor allem Geduld beim Warten auf den Impfstoff. „Wir bleiben weit hinter den Möglichkeiten zurück“, so Dr. Franz, der auch weiß: „Alle Teile der Gesellschaft sind von der Pandemie hinreichend strapaziert und genervt“.  Auch deshalb müsse man die „Eingriffe in das gesellschaftliche Leben auf ein notwendiges Maß beschränken“. Gesundheitsamt-Leiterin Dr. Kaschlin Butt bedankte sich „bei den vielen Menschen , die das hier ermöglicht haben.“ Am heutigen Auftakttag sollen 288 Menschen im RMCC geimpft werden, das eigentlich eine Kapazität für bis zu 1500 Impfungen täglich hat. Heute Vormittag beraten Bund und Länder über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. In Wiesbaden ist die 7-Tage-Inzidenz wieder unter 100 gesunken. Sie lag, Stand 18.01., bei 94,52. Was erwartet/erhofft/befürchtet ihr vom heutigen Bund-Länder-Treffen? (Dirk Fellinghauer)

Update/Ergänzung (aus Pressemitteilung der Landeshauptstadt Wiesbaden)

Die ersten Wiesbadener, die am Dienstag im RMCC geimpft wurden, waren Marielotte Kilian, 87 Jahre, und ihr Mann Richard Kilian, 86 Jahre. (mehr …)

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Mehr Bedürftige: Katholiken sammeln für die Tafel, Mieterschutzbund und Haus & Grund für Obdachlose

Die Zahl der sozial Bedürftigen und der Obdachlosen steigt auch in Wiesbaden, und auch und gerade wegen Corona. „Barmherzigkeit und Nächstenliebe dürfen nicht nach Weihnachten enden!“ Mit diesem dringenden Appell ruft die Stadtversammlung der Wiesbadener Katholiken dazu auf, Kunden der Tafel in Wiesbaden zu unterstützen. Ungewohnt gemeinsame Sache machen der Mieterschutzbund und Haus & Grund, sonst tendenziell interessen- und klientelbedingte „Gegenspieler“, mit einer Spendeninitiative für Obdachlose. (mehr …)