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Besuchsverbot in Wiesbadens Krankenhäusern ab 1. September – Eltern dürfen zu ihren Kindern

„Aufgrund des diffusen (SARS-CoV-2-)Ausbruchsgeschehens in der Landeshauptstadt Wiesbaden“ gilt ab Dienstag, 1. September, in Wiesbaden ein Betretungsverbot für Besucher*innen  in allen Kliniken und weiteren medizinischen Einrichtungen. Dies teilte die Stadt heute mit.

Laut Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz war die Verfügung „der ausdrückliche Wunsch der Wiesbadener Akutkliniken“. Die Wiesbadener Klinken sahen sich demnach angesichts der erneut steigenden Infektionszahlen in der Bevölkerung zu einer Rückkehr zum Besuchsverbot gezwungen. „Dies wurde durch den Verwaltungsstab als ebenfalls sinnvoll erachtet und durch eine Allgemeinverfügung kurzfristig umgesetzt“, so Dr. Franz. Hintergrund ist die Sorge, dass durch Besucherinnen und Besucher das SARS-CoV-2-Virus in die Krankenhäuser eindringt.

Einmalige Situationen des menschlichen Lebens, der Sterbeprozess oder die Aufklärung über eine schwerwiegende Diagnose können in Absprache mit den behandelnden Medizinern weiterhin begleitet werden. Von dem Besuchsverbot ausgenommen sind auch Geburten.

Eltern dürfen Kinder besuchen

„Eine weitere Ausnahme ist, dass Eltern und Erziehungsberechtigte keine zeitliche Einschränkung bei Besuchen ihrer Kinder erfahren“, so Dr. Franz. Ferner dürfen auch Personen, die ein besonderes Betreuungsbedürfnis haben, wie etwa Menschen mit bestimmten Beeinträchtigungen oder an Demenz Erkrankte, in die Einrichtungen begleitet werden.

Bestimmte Personen wie Seelsorger, Betreuer oder Anwälte dürfen zur Erledigung ihrer (Amts-)Geschäfte ebenfalls die Einrichtungen betreten.

Die gesamte Verfügung kann auf der Homepage des Landeshauptstadt Wiesbaden hier eingesehen werden und gilt bis zum 28. September um 23:59 Uhr.

Der Verwaltungsstab hat in seiner heutigen Sitzung keine weitergehenden Maßnahmen oder Verschärfungen, wie etwa ein Alkohol- und Betretungsverbote von Grünanlagen oder Plätzen, beschlossen. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Bürgermeister Dr. Oliver Franz appellieren an alle Wiesbadener*innen, überall dort Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wo die Abstände zu anderen Menschen nicht mehr eingehalten werden können, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln.

In der letzten Woche hatte der Verwaltungsstab als neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie das Verbot von alkoholischen Getränken zwischen 0 und 6 Uhr sowie das Gebot zum Tragen von Mund-Nase-Schutz an Bushaltestellen beschlossen.

(dif)

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