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Vor einem Buch sind alle gleich: Menschen lesen für Menschen – 24 Stunden lang im Wiesbadener Rathaus

Von Stefanie Pietzsch. Foto Samira Schulz

Texte laut vorzulesen, sei ein Gesprächsangebot und fördere die Toleranz, sagen die Macher von „Menschen lesen für Menschen“. Wiesbaden beheimatet heute knapp 300 000 Einwohner. Davon sind 36 Prozent hier geboren. Der Rest stammt aus anderen Teilen Deutschlands oder der Welt. Auch die junge Kurstadt-Geschichte, beginnend im vorletzten Jahrhundert, belegt, dass Wiesbaden von Zuwanderung und damit kultureller Vielfalt geprägt ist. Für Philipp Salomon-Menger, Volkshochschul-Direktor und Mitinitiator der 24-Stunden-Lesung, ein mögliches Indiz der städtischen Offenheit für eine „im ersten Moment vielleicht skurril anmutende Veranstaltung“, wie er sagt: 24 Stunden lang, von Samstag, 17. März, 19.23 Uhr, bis Sonntag, 18. März, 19.23 Uhr, sollen Menschen jeden Alters einander vorlesen und zuhören. sensor ist Medienpartner. (mehr …)

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So wohnt Wiesbaden – Alleinerziehend, aber nicht alleingelassen: Die Mutter-Kind-WG

Von Nadine Kuhnigk. Fotos Samira Schulz.

Zehn Frauen und zwei Männer zwischen 18 und 32 Jahren nennen das große weiße Gebäude ihr Zuhause. Das jüngste Kind ist 8 Monate, das älteste 6 Jahre alt. Babyschreien, Kinderlachen und Tränen stehen hier wie in jedem Haushalt mit kleinen Kindern auf der Tagesordnung. Das Besondere: Hier wohnen ausschließlich alleinerziehende Mütter und Väter mit ihrem Nachwuchs. Und: Sie finden Unterstützung und Halt in einer für sie schwierigen Lebenssituation. (mehr …)

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Wenn Worte nicht mehr ausreichen: Klangvisiten helfen Erkrankten und Sterbenden – Endspurt für Crowdfunding

25 Klangvisiten in Wiesbadener Krankenhäusern, Seniorenheimen und Hospiz will die Harfenistin und Künstlerin Astrid Marion Grünling mit ihrem Crowdfundingprojekt realisieren. Mit ihrer mobilen Klangvisite mit Harfe, Ukulele und Gesang kommt die Hospizbegleiterin zu Senioren, Kranken und Sterbenden. Auch Instrumente wie Sansula (im Bild, bei einem Besuch des an Kinderdemenz erkrankten Tobias) und Koshi hat sie im Gepäck und schenkt Freude am Krankenbett und im Stationsalltag. Wie Musik Menschen in schweren Stunden tröstet, beruhigt und entspannt, erlebt Astrid Grünling bei ihren Klangvisiten immer wieder. Mit ihrer Harfe schafft sie Klangbrücken zu Menschen, wenn Worte nicht mehr ausreichen oder möglich sind. Eindrucksvoll war für sie, mit Harfenklängen Verbindung zu Menschen im Koma zu finden. Bei Sterbenden konnte sie besondere Momente und in der Traurigkeit auch Augenblicke der Freude beim Abschiednehmen schaffen, auch für Angehörige. Noch bis 28. Februar kann das Projekt über die Crowdfunding-Plattform Startnext unterstützt werden. Nur wenn sich ausreichend Unterstützer finden, wird das Projekt ab März in Wiesbadener Krankenhäusern, Palliativstationen, Altenheimen und Hospiz realisiert. Wie tröstend eine Klangvisite am Krankenbett wirkt zeigt das Video von Carola Pahl, die Grünling bei einer Klangvisite im Hospiz Advena in Erbenheim begleitete. (dif/Foto privat)

www.startnext.com/klangvisite

 

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Der visionäre Frühshoppen ist zurück – und mit ihm die Hoffnung auf ein sozialeres und lebendigeres Wiesbaden

Von Nico Lange (Text/Fotos).

Es war der erste visionäre Frühshoppen in den neuen Räumen und gleich ein doppelter Erfolg. Einerseits, weil der Veranstaltungsraum des neuen „Walhalla im EXIL“ im ehemaligen Gestüt Renz in der Nerostraße mit etwa 80 Zuhörern an einem sonnigen Sonntagvormittag aus allen Nähten platzte (und das Geschehen deshalb auch live nach vorne in den Barbereich übertragen wurde). Und andererseits, weil “Der visionäre Frühschoppen” wieder mal gezeigt hat, dass in dieser Stadt jede Menge Menschen mit Herz und Verantwortungsbewusstsein leben, die alle etwas bewegen wollen. “Präge deine Stadt” war das Motto des Vormittags, und wer sie prägt und wie, war hier eindrucksvoll mitzuerleben. (mehr …)

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Luftballons für schwerstkranke Kinder – Heute ist Tag der Kinderhospizarbeit

15 Familien mit schwerstkranken Kindern ließen heute gemeinsam mit zahlreichen Bärenherz-MitarbeiterInnen um 12 Uhr grüne Luftballons in den Himmel über dem Kinderhospiz Bärenherz in Erbenheim, dem einzigen stationären Kinderhospiz in ganz Hessen, steigen. Zeitgleich geschah dies in vielen Einrichtungen dieser Art in ganz Deutschland Anlass ist der heutige Tag der Kinderhospizarbeit, der seit 2006 jährlich bundesweit begangen wird. Dieser Tag macht auf die Situation von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzender Erkrankung und deren Familien aufmerksam und soll die Verbundenheit mit ihnen zeigen, auch durch das Anbringen von grünen Bändern der Solidarität etwa an Autos, Bäumen oder Fenstern. In Deutschland leben etwa 40.000 Kinder und Jugendliche mit lebensbegrenzenden Erkrankungen. Jährlich sterben ca. 5.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an einer solchen Erkrankung. Derzeit kümmern sich die Teams von 16 stationären Kinderhospizen in Deutschland um diese Kinder und ihre Familien. Zahlreiche ambulante Kinder – und Jugendhospizdienste unterstützen sie dabei. Der aus Wiesbaden stammende Tagesthemen-Moderator ist seit kurzem Bärenherz-Botschafter. Anlässlich seiner Vorstellung hatten wir den populären Fernsehmann bei seinem Besuch der Bärenherz-Station begleitet. (dif/Foto Bärenherz)

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Finanzspritze für Bewegungsraum: Wiesbadener Firma spendet 10.000 EU an das Kinderhaus

Text und Fotos Nico Lange.

Für Vanessa Jung ist dieser Moment immer ein ganz besonderes Erlebnis und einer der schönsten Termine in ihrem Kalender. Sie ist die Leiterin der Unternehmenskommunikation der Firma MEWA Textil Management und darf auch dieses Jahr wieder miterleben, wie schön es ist zu spenden. Schon zum 4. Mal geht der Spendentopf des Wiesbadener Familienunternehmens MEWA an den Deutschen Kinderschutzbund im Raum Wiesbaden. MEWA Textil ist eine der weltweit führenden Unternehmen in Sachen Arbeitstextilien und hat sich schon sehr früh für ganzheitliche Nachhaltigkeit eingesetzt. (mehr …)

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Anders Lernen – Alternative Konzepte von Wiesbadener und Mainzer Schulen und Familien

Von Hendrik Jung. Fotos Kai Pelka.

Böse Zungen sehen unser Bildungssystem als Bulimielernen: Rein schaufeln und in einem Schwall wieder auswerfen. Alternative Schulen in Wiesbaden und Mainz wollen es besser machen. Und eine Familie hält ihre Kinder gleich komplett von der Schule fern. (mehr …)

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In der Blücherstraße links: Der “Infoladen” ist eine rote Oase – und zugleich offene Kulturstätte

Text & Fotos Laura Ehlenberger.

Die Hausnummern in der Blücherstraße werden größer und größer, da ist sie endlich: die Nummer 46. Eine unscheinbare, graue Eingangstür, ohne Schild darüber. Hier muss er aber sein – der „Infoladen“. Dann doch ein Indiz: Ein Plakat mit der Aufschrift „Offene Werkstatt“. Zur gleichen Zeit steigt ein Mann von seinem Rad ab, darauf klebt ein Anti-Atomkraft-Sticker. Er verschwindet durch die Tür ins Innere. Nichts wie hinterher: Hinter der grauen Tür wartet ein großer, einladender Hof mit Pflanzen in bunten Blumentöpfen, einem Stehtisch, an dem gerade ein paar Leute beisammenstehen, und einer neugierigen Hundedame mit rotem Halstuch. (mehr …)

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Merhaba in Wiesbaden! Türkei und – 5 von 16.800 – Türken in unserer Stadt

Von Hendrik Jung. Fotos Kai Pelka.

In Wiesbaden leben Menschen aus 162 Nationen. Wir schauen uns in loser Folge das Leben und die Präsenz einzelner Nationalitäten in unserer Stadt genauer an. Diesmal, passend zum Fokusthema des am 17. November startenden 30. Exground-Filmfestes: Türkei. 5 von 16.800: exemplarisch, aber nicht repräsentativ. (mehr …)

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Ein Satz mit Herrn X: Bei der Volkshochschule lernen Erwachsene lesen und schreiben

Von Holger Carstensen. Fotos Samira Schulz.

Herr X., 55 Jahre alt, hat bisher in seinem Leben immer alles im Kopf gehabt, nie etwas aufgeschrieben. Er möchte anonym bleiben. Zweimal die Woche kommt er hierher, und das weiß keiner in seinem Umfeld. Zwar hat auch Herr Y. (49) um Anonymität gebeten. Seine Familie und Kollegen wissen aber, was er hier zusammen mit Herrn X. macht. Aber es muss ja nicht jeder wissen. Wir sitzen im Grundbildungszentrum der Volkshochschule. Herr X. und Herr Y. lernen hier lesen und schreiben. (mehr …)

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„Dhun“ bringt ein Stück Indien nach Wiesbaden – am Freitag, 19.30 Uhr, auf Schloß Freudenberg

“Siddhartha“, der deutsch-nepalesischer Freundeskreis in Wiesbaden, und Schloß Freudenberg laden zu einem musikalischen Abend für den guten Zweck: Am Freitag, 27. Oktober, ab 19.30 Uhr dürfen sich die Besucher am klanglichen Repertoire des Ensembles „Dhun“ erfreuen. Dhun: Das ist eine Gruppe indischer und europäischer Musiker aus Dresden, die musikalische Ideen aus Indien und der westlichen Welt miteinander verweben.

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So wohnt Wiesbaden: Ein Leben im Wohncontainer – 15 Quadratmeter Würde

Von Stefanie Pietzsch. Fotos Kai Pelka.

Was für eine Idylle! Oben am Schloss Freudenberg scheint die Welt in Ordnung: üppiges Grün, friedliche Stille und der weite Blick über das Rheintal. Auch die Bewohner am südöstlichen Ende des Schlossparks wissen diesen beschaulichen Landstrich sehr zu schätzen. Das große Glück für sie ist vor allem, dass sie wieder ein festes Dach über dem Kopf haben. Ihre Freude ist spürbar. Ihr Schicksal, dass sie zu ehemals Wohnungslosen gemacht hat, bitter. (mehr …)