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Coron-Arts-Festival wird nach 2022 verschoben – Kreativfabrik sucht Ideen für Kultur-Toiletten

Auch wenn das Coron-Arts-Festival nun verschoben wurde, ist die Idee gewiss kein Griff ins Klo. Im Gegenteil. „Die Hälfte der Festivalmission ist bereits erfüllt“. Und das Thema Klo beschert Künstler:innen aktuelle Gagenperspektiven …

Das „CORON-Arts“ wird verschoben. Ein neuer Termin für das Festival, das für 25. bis 27. Juni dieses Jahres angesetzt war, steht bereits. Das Festival soll nun im Juli 2022 stattfinden. Derweil ruft die Krea aktuell Künstler:innen zur Gestaltung von Kultur-Toiletten auf – ebenfalls mit dem „Gage jetzt, Arbeit später“-Prinzip, auf dem die Coron-Arts-Idee beruht.

„Auf Grund der Pandemie ist nach jetzigem Stand eine Durchführung des Festivals im Juni
2021 in der geplanten Form nicht vorstellbar“, teilt der Schlachthof heute Vormittag mit.
Das Planungsteam habe verschiedene Varianten diskutiert, das Festival in veränderter Form durchzuführen. „Nach langer, eingehender und kritischer Diskussion wurde aber
entschieden, das „CORON-Arts“ in das Jahr 2022 zu verschieben.“

Die CoronArts-Jury mit (von rechts) Katharina Schenk, Sabine Meder, Jörg Uwe Funk und Valentine Goldmann im September 2020 bei der Vorstellung der Festivalidee im 60/40-Biergarrten. Der Auszubildende Constantin Roth (links) begleitet das Projekt im Schlachthof-Team.

Die Entscheidung, das Festival zu verschieben, beziehe alle momentan denkbaren und Corona bedingten Einschränkungen in Betracht. „Sie beruht auf der Annahme, dass im Juni dieses Jahres eine Genehmigung für ein offen zugängliches Kultur-Festival nicht erteilt werden wird.“

Schlachthof-Vorstand Gerhard Schulz (hier mit Schlachthof-Pressesprecher Hendrik Seipel-Rotter) hat sich das CoronArts-Konzept ausgedacht. Dieses stieß in Wiesbadens Kultur-, Kreativ- und Kunstszene auf große Resonanz – und wird nun verschoben.

„Sinnvollste Lösung in unsinniger Situation“

„Wir haben wahrscheinlich die sinnvollste Lösung in einer irgendwie unsinnigen Situation gefunden, bedauern aber sehr, das Festival nicht jetzt durchführen zu können. Es wäre sicher ein Highlight in dieser grauen Zeit geworden.“ sagt Gerhard Schulz im Namen des ganzen Teams. „Wir sind uns bewusst, dass dies keine erfreuliche Mitteilung ist, aber so ist Corona, so ist diese Zeit.“ Kulturdezernent Axel Imholz unterstützt die Entscheidung der Veranstalter: „Mit der direkten finanziellen Unterstützung der Kulturschaffenden ist die Hälfte der CORON-Arts-Mission bereits erfüllt. Die Ergebnisse der Projekte werden wir nun leider erst ein Jahr später bewundern können.“

Der neue Termin für das „CORON-Arts“ wurde auf den 1.  bis 3. Juli 2022 festgelegt.

Krea sucht Kultur-Toiletten-Gestalter:innen

Passend zu der „Künstler:innen jetzt finanziell unterstützen für später präsentierte Arbeiten“-Idee des CORON-Arts-Festival kommt ein brandneuer Aufruf aus der Krea: Die Kreativfabrik Wiesbaden sucht kreative Hände, Köpfe oder Füße, die im Rahmen des CoronArts-Festivals die Kultur-Toiletten gestalten. Das Thema: Post-Apocalypse.

Die Kultur-Toiletten sind von der Kreativfabrik gebaute, gerne auch an die Konzepte angepasste Toilettenhäuschen, die eigentlich über das Festival-Wochenende Ende Juni 2021 auf dem CoronArts-Festival ausgestellt werden sollten.

Die Idee des Kunst- und Kulturfestivals im Kulturpark bleibt es aber, regionale Künstler:innen während der Pandemie zu unterstützen. Das heißt: Die Künstler:innen gestalten eine der Toilettenkabinen und bekommen die Gage direkt nach Ablauf der Bewerbungsfrist ausgezahlt – „egal, wann das Festival nun stattfindet.“ Bewerbungsfrist ist der 30. Juni, Kontakt: jannek@kreativfabrik.wiesbaden.de.

(apo/dif/Fotos: Krea / Dirk Fellinghauer)

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