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Erster Corona-Todesfall in Wiesbaden: Patient stirbt in Klinik – Ab heute gelten verschärfte Maßnahmen

Ein stationär in einer Wiesbadener Klinik behandelter Patient  ist am Dienstag an den Folgen einer COVID-19-Infektion verstorben. Es ist der erste Corona-Todesfall in Hessen. In ganz Deutschland sind bislang 24 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Ab heute gelten in ganz Deutschland und in Hessen verschärfte Maßnahmen mit dem Ziel der Eindämmung der Pandemie. Auch nehmen Wiesbadener Teststellen heute ihre Arbeit auf – ausdrücklich nicht für Selbsteinweiser.

Der in Wiesbaden verstorbene Patient wurde nach Mitteilung der Stadt aufgrund der Symptomatik sofort nach der Einlieferung isoliert. Es wurde eine entsprechende Diagnostik und Testung veranlasst. Der Patient, laut Hessischer Rundfunk ein 68-jähriger Mann mit Vorerkrankungen, wurde medizinisch auf der Intensivstation behandelt. „Unser Beileid gilt allen, die dem Verstorbenen nahe gestanden haben“, sagen Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Bürgermeister Dr. Oliver Franz. „Der Fall zeigt, dass auch die beste medizinische Versorgung manchmal nicht mehr hilft und man die Gefahren, die vom Coronavirus SARS-CoV-2 ausgehen, nicht unterschätzen darf.“

Stand Dienstag, 17. März, 16 Uhr, gab es in Wiesbaden 22 positiv getestete COVID-19-Fälle mit 2.000 Kontaktpersonen beziehungsweise Reiserückkehrern aus Risikogebieten, die sich derzeit in häuslicher Quarantäne befinden.

Heute tritt die „Vierte Verordnung des Landes Hessen zur Bekämpfung des Corona-Virus“ in Kraft. Geschlossen werden beispielsweise BarsDiskothekenTheater und Museen sowie SportanlagenFitnessstudios und Spielplätze und der Großteil des Einzelhandels.

Stark eingeschränkt wird der Betrieb von Restaurants und Hotels. Als Ausnahmen bleiben Lebensmittelgeschäfte, Getränkemärkte, Wochenmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Abhol- und Lieferdienste, Poststellen, Banken und Sparkassen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte geöffnet.

Die vollständige Verordnung findet ist hier zu finden.

Wiesbadener Teststellen starten – nur nach Zuweisung

Die Teststelle der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen nimmt heute an der Asklepios-Paulinenklinik ihre Arbeit auf. Gesundheitsamtsleiterin Kaschlin Butt weist eindringlich darauf hin, dass dort ausschließlich Menschen getestet werden, die von einem Arzt oder dem Gesundheitsamt zugewiesen wurden. Selbsteinweiser werden strikt abgewiesen. Dies gilt auch für die zweite Wiesbadener Teststelle, die von einer Laborarztpraxis auf der Bierstadter Höhe betrieben wird.

Nicht alles, was sich „irgendwie wie Corona“ anfühlt, deutet tatsächlich darauf hin. Hier erklärt ein Allergieprofessor anschaulich die einfache und recht zuverlässige Unterscheidung zwischen Allergie/Asthma, COVID-19, Influenza-Grippe und Erkältung.

(dif)

Den regelmäßig aktualisierten sensor-Überblick über Auswirkungen der Coronakrise in Wiesbaden, über Neuigkeiten, Maßnahmen, Anordnungen, Empfehlungen, Schließungen, Services und mehr findet ihr hier.

Alle offiziellen Informationen der Landeshauptstadt Wiesbaden zum Thema Coronavirus sind hier zu finden, das Land Hessen informiert hier.

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