| | Kommentieren

Frederik spielt … auf Reisen / Neue sensor-Kolumne rund um Gesellschaftsspiele

Sommerzeit, Urlaubszeit, Zeit zum Spielen – für viele die schönste Zeit des Jahres. Aber welche Spiele können Reisende guten Gewissens und mit viel Vorfreude in den ohnehin schon prall gefüllten Koffer packen?

Diese Auswahl sechs besonders empfehlenswerter Spiele für den Sommerurlaub folgt den Kriterien: Maximaler Spielspaß mit hohem Wiederspielwert, kleine Verpackungsgröße, kurze Spieldauer und flexibel an unterschiedlichen Orten spielbar. Geeignet für Paare, Freundeskreise und Familien mit Kindern.

Smart 10 (A. Steinwender, C. Reiser, Piatnik, 2-8 Spielende, ab 10): Revolutionäres Quizspiel, das in jeden Reiserucksack passt. Eine Frage, zehn Antworten, und reihum dürfen alle Spielenden die passenden Antworten nennen. Ohne große Wartezeiten wird verschieden schweres Wissen abgefrage, die erschienenen Erweiterungen mit Zusatzfragen aus unterschiedlichen Genres sorgen dafür, dass es immer frisch und abwechslungsreich bleibt – nicht umsonst ein vielfach preisgekröntes Spiel.

Ganz schön clever (W. Warsch, Schmidt Spiele, 1-4 Spielende, ab 8): Beliebter Dauerbrenner vieler Urlaube, bequem am Strand, auf der Liege oder im Café spielbar, rasantes Würfelspiel aus der Kategorie „Roll & Write“ – es gilt, verschiedenfarbige Würfel zu möglichst guten Varianten zu kombinieren und die erreichbaren Felder auf einem Wertungsblock auszustreichen. Durch Kombinationen werden Belohnungen im Spiel aktiviert, was sich sehr befriedigend anfühlt. Und nach jeder Partie entsteht sofort das Gefühl: „Eine geht noch“. Auch in den Varianten „Doppelt so clever“ und „Clever hoch drei“ erhältlich sowie in einer Kindervariante „Auch schon clever“ für Kinder ab 5. Nominiert zum Kennerspiel des Jahres 2018, in der Kindervariante nominiert zum Kinderspiel des Jahres 2022.

Exploding Kittens (M. Inman, Asmodee, 2-5 Spielende, ab 7): Einst erfolgreicher Kickstarter (Crowdfunding-Plattform), trat Exploding Kittens einen internationalen Siegeszug an. Der Anarcho unter den Kartenspielen. „Last Man Standing“ mit Katzen. Überlebe und sei nicht die Katze, die explodiert. Lustige Illustrationen, kruder Humor und ein hoher Suchtfaktor kennzeichnen dieses Spiel. Dieses Spiel beweist: „Miau Miau“ ist deutlich besser als „Mau Mau“. Und erheblich lustiger.

Qwixx (S. Benndorf, Schmidt Spiele, 2-4 Spielende, ab 8): 2013 zum „Spiel des Jahres“ nominiert (und dabei dem ebenfalls ausgezeichneten und auch für die Reise geeigneten „Hanabi“ unterlegen) bietet es in 10 bis 15 Minuten einen schönen Kampf um Würfelergebnisse und einen Wettlauf um die beste Punktereihe. Die eigene Gier und die Mitspielenden machen einem jedoch regelmäßig einen Strich durch die Rechnung. Abwischbare Spieltableaus und entsprechende Stifte sorgen auch dafür, dass das Spiel ohne verschwenderische Abreißblöcke auskommt. So macht es in mehrfacher Hinsicht nachhaltig Spaß.

Fantastische Reiche (B. Glassco, Strohmann Games, 2-6 Spielende, ab 10): 2021 nominiert für das „Kennerspiel des Jahres“, ist es sicher der komplexeste Titel dieser Runde. Alle Spielenden haben immer genau sieben Karten auf der Hand und kombinieren diese miteinander, bis sie die beste Kombination aus Karten für ihr Reich auf der Hand haben. Stimmungsvoll, schnell erklärt und immer wieder neu spannend.

Targi (A. Steiger, Kosmos, 2 Spielende, ab 12): Ein moderner Klassiker in der Kosmos-Reihe „Spiele für 2“. Auf einem kleinen Tisch breitet sich der Zauber des Wüstenvolks der Tuareg aus. Beim Handel mit Datteln, Salz und Pfeffer und beim Warten auf die Karawane locken die besten Angebote. Stimmungsvoll, platzsparend und immer wieder aufregend. Die Kosmos-Reihe „Spiele für 2“ bietet viele herausragende Titel für zwei Spielende. Dies ist einer davon.

Frederik Malsy ist Wiesbadener Unternehmer, Schauspieler, Podcaster und Brettspiele-Afficionado. In der neuen sensor-Kolumne „Frederik spielt“ wird er künftig in loser Folge Spiele testen und empfehlen (oder halt auch nicht) und über Trends und Phänomene rund um Spiele und Spielen berichten. Im Podcast „Der Boardcast – Ein Brettspiel-Podcast“ (über iTunes und Spotify erreichbar) testet er regelmäßig Spiele. Dort gibt es auch eine ausführlichere Besprechung weiterer Reisespiele.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.