| | Kommentare deaktiviert für Geschäft des Monats: Kostbar, Grabenstraße 4

Geschäft des Monats: Kostbar, Grabenstraße 4

_DSF6395Von Anja Baumgart-Pietsch. Fotos Kai Pelka.

Der Rheingau kommt! Die Eltviller „Kostbar“ von Susanne Schlier und Georg Mohr ist nicht der erste Spezialitätenladen aus dem Rheingau, der sich nach Wiesbaden erweitert. Und Wiesbaden profitiert von all den schönen Brot- Wein – oder eben Feinkostläden, die es vor der Haustür schon länger gibt. „Viele Kunden kamen aus Wiesbaden nach Eltville und fragten uns, wann wir denn endlich auch in Wiesbaden einen Laden aufmachen“, sagt Susanne Schlier. Der Renner ist ihre hausgemachte Rheingauer Salatsauce, für die die Kunden eben auch den weiten Weg auf sich nehmen. Jetzt aber können sie das feine Sößchen – und dazu eine neue Kreation zur Eröffnung des neuen Ladens – direkt in der Altstadt bekommen. Die hat eine feine Senfnote und heißt “Wiesbadener Salatsauce”.

Reklame

Verkäuferin Jasmin Bihrer lässt auch gerne einen Löffel kosten. Da braucht es fast gar keinen Salat, das schmeckt schon pur ziemlich klasse. Dazu sind die Saucen vegan und zuckerfrei – gutes Gewissen also noch inklusive. Vom Fass gibt es jede Menge Essig und Öl, Obstbrände und Liköre. „Aber die Salatsauce ist unser Renner“, sagt Susanne Schlier, „wir verkaufen in Eltville davon rund 1000 Liter im Monat!“

Das Ziel ist ein Feinkost-Kaufhaus
Ziel für Wiesbaden ist es, ein richtiges kleines „Feinkost-Kaufhaus“ zu etablieren. Dafür legt das Inhaber-Ehepaar, das seit zehn Jahren kulinarisch aktiv ist,  auch jede Menge Herzblut in die Waagschale. Sie bieten nichts an, was ihnen selbst nicht auch schmeckt, alles auf Reisen getestet. Besonders glückliche Stammkunden können sogar einmal im Jahr mitreisen: „Dann zeigen wir ihnen bestimmte Manufakturen, da kann probiert werden und der Weg bis zu uns ins Geschäft wird richtig nachvollziehbar gemacht.“

Dass sie das kleine, schmale, putzige Häuschen in der Grabenstraße gefunden haben, ist ein echter Glücksfall, findet sie. Denn hier gibt es auf mehreren Ebenen Platz für unterschiedliche Sortimente. „Wir werden demnächst noch ganz feine italienische Naturkosmetik von Erbolario anbieten“, freut sich die ausgebildete Friseurin schon auf den Neuzugang im Obergeschoss. Ansonsten werde man nun  erst einmal antesten, was in Wiesbaden gut geht. Das dürfte auf der kleinen „Feinkostmeile“; zu der sich die Grabenstraße immer mehr entwickelt, kein Problem sein.

Frankreich gibt genüsslich den Ton an
Obwohl es hier auch an anderen Orten Süßes vom Feinsten gibt, punktet die „Kostbar“ doch noch mit ganz besonderem Futter für Süßschnäbel: Den Konfitürenkreationen von Sabine Müller-Naveau aus Wiesbaden-Frauenstein zum Beispiel. Mit ihrer Marke „Engelwurz Manufaktur“ hat sie sich für die Kostbar extra französisch inspirierte Rezepte mit dem passenden Design ausgedacht. Frankreich ist momentan ein kleines Leitmotiv im Angebot und auch in der Präsentation der Waren. Es gibt Schokoladen aus dem Nachbarland, die so schön verpackt sind, dass man sich nach dem Verzehr das Papier wirklich einrahmen kann. „Das machen manche Kunden wirklich“, versichert Jasmin Bihrer mit einem Augenzwinkern. Es gibt französischen Nougat und Salzkaramell, Anispastillen und Calissons, italienische Amarettini, einzeln verpackt und auf der Zunge zergehend. Dazu aber auch italienische Nudelsoßen, Olivenöle, Senf, Wein, Essig in den interessantesten Geschmacksrichtungen, die problemlos als Aperitive getrunken werden können – und ein Haselnussöl zum Niederknien. „Das müssen Sie mal auf Vanilleeis probieren“; rät Jasmin Bihrer. Natürlich ist das Sortiment auch hochpreisig. „Aber wir bieten alles zum gleichen Preis wie im Ausland an“, sagt Susanne Schlier. Also keinen Import-Aufschlag, darauf legt die Inhaberin Wert. In Zukunft möchte sie gerne noch mehr Länder in ihrem „Feinkostkaufhaus“ vertreten haben: „Auch aus England oder Spanien kommen ja tolle Delikatessen!“ Da würde sie dann entsprechende Länderecken einrichten. Dazu gibt’s Deko, Porzellan, provenzalische Tischwäsche, Lavendelobjekte und viel Schönes und „Kostbares“ mehr. Und Susanne Schlier ist es wichtig, zu betonen: „Es soll einfach ein Laden zum Wohlfühlen sein. Genau wie in Eltville auch schon.”