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Intensiv, virtuos, emotional und mitreißend: Aeham Ahmad gibt heute Klavierkonzert im Foyer des Staatstheaters

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Heute um 19:30 Uhr gibt der syrisch-palästinensische Wiesbadener Pianist und Friedensaktivist Aeham Ahmad ein Konzert im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Aeham Ahmad – geboren im Jahr 1988 in Damaskus – gehört der palästinensischen Minderheit in Syrien an und lebte mit seiner Familie bis 2015 im Flüchtlingscamp Jarmuk, wo er durch öffentliche Auftritte als »Pianist in den Trümmern« bekannt wurde. Der Musiker, der mittlerweile als anerkannter Flüchtling in Wiesbaden lebt, spielte unter Lebensgefahr mit seinem Klavier auf einem Rollwagen in den Straßen Jarmuks, um durch das gemeinsame Musizieren den Menschen in seiner Heimat ein wenig Hoffnung und Freude zu schenken. Im Frühjahr 2015 verbrannten Islamisten aufgrund des dort verhängten Musikverbotes vor seinen Augen sein Instrument. Seit diesem Vorfall war sein Leben massiv bedroht.

Aeham Ahmad flüchtete im August 2015 aus Syrien über die Türkei, Griechenland, Serbien, Kroatien und Österreich und erreichte München im September. Von dort wurde er schließlich, über Gießen, der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden zugeteilt. Er war gezwungen, seine Frau und seine beiden Söhne in Syrien zurückzulassen.

Seit seiner Ankunft in Deutschland gab Aeham Ahmad unzählige Konzerte in verschiedenen deutschen Städten wie Berlin, Bonn, München, Leipzig, Köln und Stuttgart und begeisterte mit der Intensität und Virtuosität seiner Auftritte, bei denen er neben Beethoven und Mozart vor allem Eigenkompositionen und traditionelle Lieder spielte. Auch beim von sensor und Walhalla veranstalteten Visionären Frühschoppen im Walhalla-Spiegelsaal begeisterte Aeham Ahmad die Besucher mit seinem mitreißenden Klavierspiel und seiner ansteckenden Herzlichkeit. In München trat er zusammen mit den Sportfreunden Stiller, Judith Holofernes und Herbert Grönemeyer beim »Stars-sagen-Danke-Konzert« für Flüchtlingshelferinnen und -helfer auf. In Köln spielte er bei einer Demonstration gegen sexuelle Gewalt.

Im Dezember 2015 wurde Aeham Ahmad der erste Internationale Beethovenpreis für Menschenrechte in Anwesenheit der Pianistin Martha Argerich in der Bundeskunsthalle Bonn verliehen.

Karten für das heutige Konzert, das ein intensives Erlebnis in besonderer Kulisse zu werden verspricht, gibt es noch online und an der Abendkasse. (dif / Foto NKV/Lauer)

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