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Israel und Türkei treffen sich im Wiesbadener Rathaus – Doppelte Kunstausstellung der Partnerschaftsvereine Fatih und Kfar Saba

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Mit dem Jahr 2016 hat in Wiesbaden das von Oberbürgermeister Sven Gerich proklamierte Jahr der Städtepartnerschaften begonnen. Zu den Veranstaltungen, die unter diesem Motto stattfinden werden, gehören auch Ausstellungen im Rathaus-Foyer, die den Wiesbadener Partnerschaftsvereinen die Möglichkeit geben sollen, sich der Öffentlichkeit vorzustellen. Nach dem Auftakt mit der Ausstellung des Vereins Nueva Nicaragua zu den Projekten in der Partnerstadt Ocotal geht die Reise nun weiter nach Istanbul/Fatih und nach Kfar Saba in Israel. Heute wird die Doppelausstellung um 19.30 Uhr im Rathaus eröffnet, mit Grußworten von Stadtveordnetenvorsteher Wolfgang Nickel und OB Sven Gerich – und mit Klezmer- und türkischer Musik vom Duo Benyonca.

Gleich zwei Partnerschaftsvereine im Doppelpack machen zwischen dem 19. Januar und dem 3. Februar von der Möglichkeit, sich und die Partnerstadt vorzustellen, Gebrauch. Der Freundeskreis Kfar Saba wird im rechten Flügel des Rathaus-Foyers sowie im 2. Obergeschoss die Ausstellung „Nine Positions“ präsentieren. Neun Künstlerinnen und Künstler aus Kfar Saba, seit nunmehr 35 Jahren mit Wiesbaden verschwistert, geben mit ihren Exponaten einen Einblick in nicht allein in die blühende Gegenwartskunst ihrer Stadt. Insgesamt 30 Exponate zeigen die Modernität, Vielgestaltigkeit und Kreativität der dortigen Kunstszene.

Die Partnerschaft Istanbul/Fatih bildet mit den osmanischen Kalligrafien des türkischstämmigen, in Offenbach am Main lebenden Hasan Temiztürk ein interessantes Pendant zu dieser Kunstausstellung (Fot0). Unter dem Titel mit den symbolischen Blumen der Partnerstädte „Liebe, Lilie und Tulpe“ zeigt der Künstler im linken Flügel des Rathaus-Foyers die traditionelle Kalligrafie der heutigen Türkei und des früheren osmanischen Reiches.

Kunst als Symbol für gute Beziehungen

Dass beide Ausstellungen gemeinsam im Rathaus-Foyer gezeigt werden, ist der großen Zahl der Termine geschuldet. Trotzdem kann diese Gemeinsamkeit auch als ein Symbol für die traditionell guten Beziehungen zwischen der Türkei und Israel gedeutet werden. In der Türkei selbst lebten bis weit in des 20. Jahrhundert hinein zahlreiche Juden, zunächst geduldet, später rechtlich gleichgestellt. Nach der Staatsgründung 1948 pflegte Israel enge, auch militärische Beziehungen zur Republik Türkei. Zu einem außenpolitischen Bruch kam es 2009/2010 in der Palästinenserfrage. Erst jüngst haben sich beide Staaten wieder diplomatisch angenähert. (dif)

 

 

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