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Lalaland wird mit neuem Konzept als Kaufladen und Café zum Netzwerk für Mamis

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Das Lalaland hat sein Konzept umgestellt: weniger Klamotten, dafür regen Cafébetrieb mit Kuchen, Crêpes und perfect day-Kaffee gibt es seit gestern in den liebevoll umgestalteten Räumen in der Friedrichstraße 57. 

An den verspielten Illustrationen im Schaufenster kommt man nicht vorbei, ohne ein zweites Mal hinzusehen. Und schon zieht das in Pastellfarben getauchte Interieur Passanten vom grauen Bürgersteig der Friedrichstraße hinein ins „Lalaland“. Nach fast vier Jahren Kindermodeboutique sind die Kleiderstangen und Regale nun gemütlichen Sitzgelegenheiten und bunten Spielecken gewichen. 

Die Idee, so Inhaberin Vanessa Spindler, entstand aus „Platzmangel“, und zwar im „perfect day“, dem Bistro ihres Mannes in der Kirchgasse. In dem beliebten Treffpunkt für Mütter scheitere es immer wieder an den Kinderwagen, für die es dort einfach zu wenig Platz gebe. So entschied sie sich, den Treffpunkt ins Lalaland zu verlegen. Zum selbstgemachten Kuchen oder süßen und herzhaften Crepes wird der Qualitätskaffee aus dem „perfect day“ serviert.

Kinder sind im Lalaland kein Störfaktor

 „Für viele Gastronomen in Wiesbaden sind Kinder ein Störfaktor“, so die Inhaberin. Im Lalaland ist die ganze Familie willkommen. Die Kleinen können sich entweder in den großzügig eingerichteten Spielecken austoben oder auf kleinen Holzstühlen neben Mama und Papa am Tisch Platz nehmen. Für Babys steht ein Wickelplatz bereit, den Mittagsbrei kann man in der Mikrowelle erwärmen lassen. Die teils rustikale, teils bunt-verspielte Einrichtung und viel, viel Holz sorgen für eine warme, einladende Atmosphäre. 

Wissen, woher es kommt 

Zwar hat sich der Laden vom Verkauf größtenteils getrennt, Kindermode wird es aber im kleineren Rahmen weiterhin geben. Eine eigene Kindermodelinie, entworfen von Vanessa Spindler und einer befreundeten Designerin aus Wallau, ist bereits in Produktion. Auch selbst entworfene Spielsachen und Accessoires sollen folgen. Social Business, also sozial gerechte Produktion und Handel, steht dabei für sie und ihren Mann, dem Unternehmer und Querdenker Hans Reitz, an erster Stelle. Sie möchten alle Stationen der Verwertungskette genau kennen. So soll die Kollektion in einer von Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammad Yunus gegründeten Textilfabrik in Bangladesch aus Bio-Baumwolle produziert werden. Auch der Kaffee wird nicht auf einer Großplantage sondern auf einer kleinen Farm mitten im Wald Indiens angebaut. 

Noch viel zu lernen 

Vanessa Spindler plant aber noch mehr. Sie möchte im Lalaland ein „Netzwerk für Mamis“ errichten. Schon früher konnten die Räumlichkeiten und das Obergeschoss für Kindergeburtstage oder Kurse gemietet werden. Andrea Vierlinger von der Hebammerei Wiesbaden möchte hier demnächst zum Beispiel entspannte Fragestunden bei Kaffee und Kuchen anbieten. Die Anzahl der Mütter, die im Alltag auf sich allein gestellt sind, ist gestiegen. Diese Beobachtung machte auch Spindler. Neben einem gemütlichen Plausch bietet das Lalaland deshalb auch die Vermittlung von Babysittern oder helfender Hände zum Beispiel für den Aufbau von Kinderbetten an. Wiesbaden ist zwar eine kinderreiche Stadt, doch die Situation der Kinderbetreuung sei katastrophal. Gerade deshalb sei das Netzwerken so wichtig, so Spindler, die selbst Mutter ist. In Zukunft könne sie sich im Obergeschoss ihres Ladens sogar eine Krabbelgruppe vorstellen.  http://www.lalaland-wiesbaden.de/ 

Text und Fotos: Magdalena Aue