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Nicht aufhören, zu erzählen: Theaterstück „Widerstand“ soll Spielfilm werden / Crowdfunding läuft bis 26.12.

Die Mitwirkenden des Filmprojekts „Widerstand“.

Das Freie Theater Wiesbaden e.V. will im Frühjahr 2021 seine Vision verwirklichen und das Theaterstück  „Widerstand“ in einen gleichnamigen Spielfilm verwandeln. Dieser Kurzfilm will an die Menschen des Bergkirchenviertels in Wiesbaden erinnern, die während des Nazi-Regimes den Weg des Widerstandes gegangen sind. Auf https://www.startnext.com/widerstand-der-film läuft dazu ein Crowdfunding. Bis zum 26. Dezember besteht die Möglichkeit, das Projekt mit einer Spende zu unterstützen. Im Gegenzug gibt es besondere Dankeschöns – und das gute Gefühl, einen Beitrag zu einem besonderen Projekt geleistet zu haben.

Vielschichtig und differenziert beleuchtet der Film die persönlichen Schicksale der Menschen, die aus der Mitte der Gesellschaft gegen die nationalsozialistische Ideologie und Verführung opponiert haben. Die Produktion soll an den originalen Schauplätzen in und rund um die Bergkirche gedreht werden.

Für die Regie konnte der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Anton Algrang aus München begeistert werden. Der aus Wiesbaden stammende Kameramann und Cutter Alexander Krämer-Göbel wird das Herzensprojekt unterstützen. Drehbuch sowie Produktionsleitung übernimmt Barbara Haker. Till Christmann ist für den Ton zuständig. Fotografisch wird dieses Projekt von Alexa Sommer von eyetakeyourpicture begleitet. Marketing und Design übernimmt Jörn Dauer.

Basierend auf Augenzeugenberichten und dem über Jahre zusammengetragenen Recherchematerial des Bergkirchenpfarrers Markus Nett wird dieser Film das Andenken an den Widerstand im Kleinen und im Großen bewahren und uns jetzt darin ermutigen, auf rechte Tendenzen direkt zu reagieren.

Mit einer Förderung wird diese Arbeit über die Vergangenheit im Wiesbadener Bergkirchenviertel unterstützt und ermöglicht ein kulturelles Überleben. Die Crew des Films hat in den letzten Monaten zum überwiegenden Teil nur mit dem Existenzminimum gelebt, die Arbeit stagnierte, ein kräfteraubendes Auf und Ab hat jede*n Einzelne*n herausgefordert. Nun wollen sie aktiv an einer Zukunftsperspektive arbeiten – mit diesem Film über Engagement und Courage. Mit ihrer Unterstützung beteiligen sie sich an einem großartigen Projekt. Oder, wie es eine der letzten Zeitzeuginnen, eine Tochter des Pfarrers von Bernus, formulierte: „Sie dürfen nicht aufhören, es zu erzählen! Diese Zeit lässt mich nicht mehr los.“

(sun/Foto eyetakeyourpicture / Alexa Sommer)

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