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Loco-Logo: Britische Zeitung „The Guardian“ empfiehlt Wiesbaden als Top-10-Ziel für herbstlichen Städtetrip

Kaiser-Friedrich-Therme, Museum, Wochenmarkt … ein Ausschnitt aus dem Bericht des „Guardian“ über die Top-10-Herbst-Citytrip-Stadt Wiesbaden.

Sollten demnächst verstärkt „British English“-sprechende Menschen in Wiesbaden unterwegs sein, hat das nicht unbedingt mit dem Brexit zu tun. Vielmehr könnte „The Guardian“ dafür „verantwortlich“ sein. Die traditionsreiche, renommierte und mehrfach zur „Zeitung des Jahres“ gekürte britische Tageszeitung listet und porträtiert in einer aktuellen Onlinereportage Top 10-Ziele für einen herbstlichen Städtetrip per Zug. Ist Wiesbaden dabei? Aber logo! Unter der Headline „Go loco“ animiert der Guardian seine Leserschaft zu Kurzreisen – ohne Flugzeug und stattdessen mit dem Zug von London aus „schneller zu erreichen als man dachte“.

Wiesbaden ist unter den Top 10 als einzige deutsche Stadt neben Köln aufgeführt und findet sich in interessanter Gesellschaft der Städte Nîmes, Antwerpen, Rotterdam, Biarritz, Angers, Arnheim, Lausanne sowie der Wiesbadener Partnerstadt Gent wieder.

6 1/4 Stunden Zugfahrt nach Wiesbaden und 7 1/4 Stunden zurück müssen Wiesbaden-Reisende laut Guardian von London aus investieren sowie (mindestens) 125 Pfund für das Hin- und Rückfahrtticket.

Klassisches Besichtigungsprogramm

Die Kaiser-Friedrich-Therme ist ein „Pfund“, mit dem der Guardian seine Leserschaft heiß auf Wiesbaden macht. Foto Mattiaqua

Die Empfehlungen für das Besichtigungs- und Besuchsprogramm fallen eher klassisch aus – Kurhaus mit Casino, Nerobergbahn (die sich allerdings ab 4. November in den Winterschlaf verabschiedet), der Neroberg mit Griechischer Kapelle und Kletterwald werden beschrieben, ebenso die Heilquellen und die Kaiser-Friedrich-Therme sowie der Wochenmarkt und der Rheingauer Wein mit der Balthasar Ress-Vinothek als besonderem Tipp. Empfohlen wird auch ein Besuch im Museum Wiesbaden mit seiner neuen Jugendstil-Sammlung, die allerdings, anders als ihr Stifter F.W. Neess, nicht beim Namen genannt wird. Zur Stärkung empfiehlt der Guardian ein Schnitzel bei Webers Wikinger in der Altstadt, zum Ruhen das Hotel Klemm.

Business-Reisender mit Zappa-Konzerterfahrung findet Wiesbaden „boring“

Wiesbaden darf sich uneingeschränkt über die Aufmerksamkeit der britischen Zeitung freuen. Auch ein kritischer Kommentar unter dem Beitrag kann die Freude kaum trüben. „Wiesbaden? Wiesbaden ist langweilig.“, schreibt jemand mit dem Nutzernamen „Pyjamapeople“, erklärt auf Nachfrage: „I was there for 2 Zappa concerts and a XTC concert also at a Startbahn West demo. I bought my wedding suit there and made around 30 business trips-this city was always boring“ und bekräftigt am Ende ein ewiges, aber sicher längst nicht mehr (zumindest nicht ausschließlich geltendes Klischee: „Wiesbaden ist eine Rentnerstadt.“

Hier geht es zum Guardian-Beitrag.

(Dirk Fellinghauer)

Und jetzt seid ihr gefragt:

Welche Unbedingt-anschauen-Tipps würdet ihr Städtereisenden für Wiesbaden geben?

Und:

Drehen wir den Kurzreise-Spieß einmal um: Welche mit dem Zug erreichbaren Ziele könnt ihr von Wiesbaden aus empfehlen? Gerne mit (Insider-)Tipps, was man am Ziel eurer Wahl anschauen und erleben sollte.

Postet eure Antworten einfach hier als Kommentar.

2 Kommentare “Loco-Logo: Britische Zeitung „The Guardian“ empfiehlt Wiesbaden als Top-10-Ziel für herbstlichen Städtetrip

  1. Gent ist wirklich eine Reise wert. Super über Brüssel mit dem Zug zu erreichen und ideal für ein Wochenende im Herbst!

    Ansonsten kommt man mit dem Nachtzug prima nach Wien oder unsere Partnerstadt Ljubljana.

  2. Ich würde in Wiesbaden den Heimathafen empfehlen und einen Spaziergang durch den Neropark. Die Critical Mass am 3. Freitag im Monat, um entspannt mit dem Fahrrad die Stadt zu erkunden.
    Man muss die Schätze in Wiesbaden etwas suchen, vor allem durch die hohe Trennwirkung der Straßen ist ein Spaziergang abseits der Parks nicht so richtig angenehm. Aber gerade in den letzten Jahren haben sich so einige nette Läden etabliert.

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