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Mit Bach als Basis zum Global Player: Crowdfunding für stadthistorisches Filmprojekt über Breitkopf und Härtel

Vor genau 300 Jahren in Leipzig mit Johann Sebastian Bach als erstem Musiker, ist „Breitkopf und Härtel“ heute ein Global Player, wenn es um Noten für Profis, Orchester und Amateure geht. Jetzt ist ein Dokumentarfilm über den ältesten Musikverlag der Welt mit Sitz seit 75 Jahren in Wiesbaden geplant – finanziert werden soll er durch Crowdfunding.

Bis vor wenigen Jahren war das Unternehmen in Familienhand und ging 2015 in eine Stiftung über. Relativ unbeachtet findet sich „der“ Notenverlag seit 1945 in Wiesbaden. Die Familien- und Firmengeschichte soll jetzt als Zeitzeugendokumentation filmisch realisiert werden. Hierfür braucht es im Rahmen eines Crowdfunding Sponsoren und Unterstützer. Hinter dem Projekt steht die Initiative Wiesbadener Medienzentrum e.V., ein kleiner medienpädagogischer Verein, der schon weitere Projekte zur Sicherung von mündlicher Überlieferung Wiesbadener Zeitzeugen erfolgreich präsentiert hat. Das Stadtarchiv Wiesbaden und das Kulturamt werden das Projekt ebenfalls unterstützen.

 

Die Geschichte der Eigentümerfamilie von Hase beleuchtet mehrere historische Stationen in Wiesbaden. Die Familie von Hase zog bereits 1945, als in Leipzig die Amerikaner noch das Sagen hatten, unter schwierigsten Umständen, hierher. Lieselotte Sievers, geboren von Hase, steht als für den Film als Zeitzeugin zur Verfügung. Auch die Archive in der Walkmühlstraße und das Firmengelände in Taunusstein werden für die Dokumentation des vielfältigen Schaffens für weltberühmte Musiker und Orchester, Kirchenmusik, aber auch neue Musik, geöffnet.

Ziel des Projekts ist die Sicherung der mündlichen Überlieferung der Zeitzeugin und soll mittels Videoaufzeichnung das Wissen und Erleben bedeutender und wichtiger Wiesbadener*innen aus unterschiedlichen (Berufs-)Feldern des öffentlichen Lebens für zukünftige Generationen sichern. Im Dezember 2020 soll der Film fertig gestellt werden. Zusätzlich gefördert wird das Projekt von „kulturMut„, wodurch zu jedem gespendeten Euro noch 50 Cent hinzukommen.

Mehr Infos zum Crowdfunding, das bis zum 28. März läuft, und dem Projekt gibt es unter Crowdfunding Zeitzeugendokumentation

(bou/ Foto: Veranstalter)

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