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Wege zur Besserwirtschaft – So geht es nicht weiter! Aber wie dann? Neue Ideen in Theorie und Praxis

Neues Denken wächst und gedeiht nach wie vor und immer weiter vernetzt und gedacht rund um den heimathafen. Gründer Dominik Hofmann (links) kann dabei auch auf Daniel Nowack (Mitte) und Christian Janisch zählen.

Von Julia Bröder. Fotos Kai Pelka.

Die Pandemie offenbart in vielen Bereichen: So geht es nicht weiter. Auch in der Wirtschaft stehen die Zeichen auf Umdenken. Neue – oder auch wiederentdeckte oder wiederbelebte – Ideen in Theorie und Praxis, die in und um Wiesbaden erdacht und erprobt werden.

Am Kühlregal hat der Kunde die Qual der Wahl: Bio-Milch und Milch aus konventioneller Landwirtschaft? Glasflasche oder Tetra-Pak? Aus der Region oder von weiter weg? Unter welchen Bedingungen das jeweilige Produkt entstanden ist, ist dabei meist nur schwer zu durchschauen.

„Du bist hier der Chef“ möchte dies ändern. Inspiriert von einer Initiative aus Frankreich, hat ein Verein aus Eltville um Gründer Nicolas Barthelmé eine Milch auf den Markt gebracht, bei der die Verbraucher selbst über die Kriterien entschieden haben: in Bio-Qualität, von Kühen, die überwiegend Frischgras und regional hergestelltes Futter erhalten und mindestens vier Monate im Jahr auf der Weide stehen, in nachhaltiger Verpackung und zu einem Preis, der eine faire Vergütung der Landwirte ermöglicht. Grundlage für diese Parameter ist eine Online-Umfrage. 9.300 Menschen haben sich beteiligt. Die unverbindliche Preisempfehlung für den Handel liegt unter den genannten Bedingungen bei 1,45 Euro – seit Sommer 2020 haben fünf Supermarktketten die Verbraucher-Milch im Sortiment. Demnächst wird es auch Verbraucher-Eier und mittelfristig H-Milch sowie Kartoffeln geben.

„Du bist hier der Chef“ ist Teil einer Bewegung hin zu einer „besseren Ökonomie“, deren Akteure das aktuelle System hinterfragen und nach Lösungen suchen. „Wir müssen weg von Ausbeutung und Verschwendung, hin zu Transparenz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung“, sagt Barthelmé. Themen wie Social Entrepreneurship und Gemeinwohlökonomie gewinnen in diesem Zusammenhang an Relevanz. Neue Ideen wie die Forderung nach einer Rechtsform für Verantwortungseigentum kommen auf, aber auch altbewährte Strukturen wie die Genossenschaft werden neu entdeckt – betrieben und angetrieben auch in und aus Wiesbaden heraus.

Unternehmertum als Lösung für gesellschaftliche Probleme

„In den letzten drei Jahren hat das Interesse an einer nachhaltigeren und nicht rein profitorientierten Art zu wirtschaften eine extreme Beschleunigung erfahren“, sagt Daniel Nowack, der als Managing Director von „Yunus Social Business“ sowohl Menschen in Entwicklungsländern hilft, entsprechende Unternehmen aufzubauen, als auch internationale Konzerne beispielsweise bei Joint Ventures mit kleineren Social Businesses berät. „Wir wollen zeigen, dass Unternehmertum eine Lösung für gesellschaftliche Probleme sein kann und dass man den Wert von Unternehmen über die Finanzen hinaus messen sollte.“

An seinem Wiesbadener Arbeitsort, dem heimathafen, engagiert er sich in einem 2018 gestarteten Accelerator-Programm, das Gründern mit einer „positiven, gesellschaftlichen Vision“ eine kostenlose Infrastruktur sowie Netzwerk- und Beratungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Für eine Wirtschaft, die dem Menschen dient und nicht anders herum – wie heimathafen-Gründer Dominik Hofmann es formuliert. Mit Christian Janisch hat er einen Kollegen vor Ort, der sich gezielt um das Thema kümmert. Die Kooperation mit dem Verein SEND – Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland – schafft dabei den Link auch zur bundesweiten Szene.

Wer Nachhaltigkeit sagt, muss auch B sagen

In Wiesbaden gibt es einige Unternehmen, die neue Gedanken umsetzen. Die Kaffeeröstereien Dylan & Harper und Maldaner Coffee Roasters etwa legen beide großen Wert auf Transparenz, soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit, sowohl in der Herstellung als auch im Vertrieb. Erst zu Beginn dieses Jahres hat das Team von Maldaner seine Prozesse angepasst und bündelt Online-Bestellungen jetzt wöchentlich. „Wir wissen, in Zeiten von Amazon Prime und Same Day Delivery ist das ein ganz schön krasser Schritt“, heißt es im Newsletter.

„Wer Nachhaltigkeit sagt, muss auch B sagen“, sagt Sebastian Schulz und lässt die Paketboten mit Maldaner Coffee Roasters-Ware nur noch einmal wöchentlich durch die Stadt fahren. Foto: Arne Landwehr

„Aber, wer Nachhaltigkeit sagt, muss auch B sagen!“ Sprich: Eine bessere Ökonomie braucht vor allem auch Verbraucher, die bereit sind, umzudenken, ihre Komfortzone ein Stück weit zu verlassen – und den Paketboten für den Kaffee eben nur einmal in der Woche in die Stadt fahren zu lassen. „So vergrünern wir unsere Letzte Meile, unsere Produktionsprozesse werden voll ausgelastet und Ressourcen effektiv genutzt“, so die Argumente bei Maldaner.

Kreislaufökonomie als Antwort auf Verschwendung

Aber auch in anderen – teils weniger naheliegenden – Branchen gibt es Wiesbadener, die ihre Firmen als Social Business führen – weg von Wachstum und Gewinnmaximierung als alleinige Ziele, hin zu einem nachhaltigen, sinnstiftenden, ökologischen oder gemeinwohlorientierten Mehrwert. Die Förderung von Kunst, Künstlern und Sammlern das Thema von Galerist Christian Rother. Denn: „Die Kunst ist in einer Gesellschaft essenziell, sie unterscheidet uns als Menschen von der Maschine, was in einer Welt der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung eine immer größere Bedeutung erhält.“ Zudem könne Kunst, die gesammelt wird und im Wert potenziell steigt, eine alternative finanzielle Sicherheit bieten. Rothers Ziel: Einen transparenten wirtschaftlichen Kreislauf für das Kulturelement Bildende Kunst schaffen, zu dem jeder Zugang hat. 2018 schaffte es die Kunst-Miet-Plattform Smart Collectors als Spin-off der Galerie Rother ins Halbfinale des Hessischen Gründerpreises – Kategorie „Gesellschaftliche Wirkung“. Speziell jungen noch unbekannten Künstlern widmet sich Rother in seinem gerade neu eröffneten incubARTor.

Konsumkritik in Mode

Die Theorie der Kreislaufökonomie setzt auch Svenja Bickert-Appleby mit ihrem Fashion-Label Solostücke um. „Ich bin überzeugt davon, dass man zu Beginn eines Kleidungsstücks auch dessen Ende mitdenken muss“, sagt die strategische Designerin. Die Pullover von Solostücke bestehen aus upgecycletem Bio-Baumwollstoff und Reststoffen aus Produktionen anderer nachhaltiger Label. Hergestellt werden sie in Deutschland, der Kaufpreis liegt zwischen 89 und 119 Euro, wobei es das Ziel der Macherin ist, dass ihre Teile möglichst lange getragen werden. Per eingenähtem QR Code kann man jeden Pulli zum Reparieren oder in einen Second Hand-Pool zurückgeben. Mit diesem Ansatz verkauft Bickert-Appleby nicht nur Mode – sie übt auch Konsumkritik. „Gerade in der Modebranche herrscht noch immer eine viel zu große Intransparenz. Produzenten werden ausgebeutet, die Umwelt durch die Herstellung verschmutzt.“ Obwohl oder gerade weil der Markt von Giganten dominiert ist, sei es so wichtig, dass kleine Unternehmen hier Impulse setzen und zeigen, wie es auch anders geht, findet die Gründerin.

Der Sozialinnovator

Unterstützung beim Aufbau von Solostücke erhielt Bickert-Appleby als Teilnehmerin des Sozialinnovators. Das Programm des Landes Hessen richtet sich an Sozialunternehmer und beinhaltet Beratungen zu Themen wie Recht und Marketing, kostenlose Co-Working-Spaces und die Möglichkeit, sich mit anderen Social Entrepreneuren zu vernetzen. Nach erfolgreichem Start im letzten Jahr soll der Sozialinnovator in 2021 mit gleichem Budget (228.000 Euro) fortgesetzt werden. Mehr als 100 (potenzielle) Gründer haben das Programm gestartet, bereits beendet oder eine Erstberatung wahrgenommen.

Die Social-Business-Ideen von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus werden von Wiesbaden aus vielfältig in die Welt getragen. Christina Jaeger steuert hier das international agierende Start-up „Yunus Environement Hub“. Foto: Privat

Darunter auch Christina Jaeger, die von Wiesbaden aus das international agierende Start-up „Yunus Environment Hub“ steuert und Unternehmer bei Projekten in Bereichen wie Abfallentsorgung und Recycling, Biodiversität, nachhaltige Landwirtschaft, erneuerbare Energien, sauberes Wasser und Dekarbonisierung unterstützt. Hervor gegangen ist „Yunus Envorinment Hub“ aus dem Grameen Creative Lab von Prof. Muhammad Yunus und Hans Reitz – zwei der wohl prominentesten Akteure der Social-Business-Bewegung. Yunus als Friedensnobelpreisträger, Gründer der sozial wirtschaftenden Grameen Bank und Pioneer für Mikrokredite. Reitz als sein kreativer Berater und Unternehmer, der mit seiner Agentur Circ, dem ehemaligen Café Lalaland und dem Perfect Day die Idee des Social Business schon früh in Wiesbaden umsetzte und vorantrieb.

Geduld gefragt

„Die Schwierigkeit im Umgang mit gesellschaftlichen oder umweltbezogenen Problemen ist, dass jeder die Lösung am liebsten sofort hätte“, sagt Jaeger. Dabei bräuchten auch Social Businesses Zeit, bis sie sichtbare Erfolge zeigen können. Aufklärung ist der Politikwissenschaftlerin und Ökonomin wichtig. Gerade die Corona-Krise habe für Umweltthemen ein stärkeres Bewusstsein geschaffen. Öffentlichkeit und Politik seien offener für Erkenntnisse und Meinungen aus der Wissenschaft, das sei ein Schritt in die richtige Richtung.

Jetzt ist also die Zeit, Ökonomie umzudenken. Weitere neue Ideen rücken in den Fokus. Wie die einer Rechtsform für Unternehmen in Verantwortungseigentum. Diese sieht vor, dass die Eigentümer eines Unternehmens zwar stimmberechtigt sind, jedoch keinen Zugriff auf die Gewinne und das Vermögen haben. Der Unternehmenszweck soll stärker in den Mittelpunkt rücken. Gewinne werden nicht mehr als Dividenden an die Anteilseigner ausgezahlt, sondern werden reinvestiert oder gemeinnützig gespendet. „Es tut der sozialen Marktwirtschaft gut, wenn Unternehmen die Möglichkeit haben, nicht als anonymes Spekulationsgut gehandelt zu werden, sondern eigenständig und bei den Menschen bleiben, die mit ihren Werten verbunden sind“, erklärt Gregor Ernst von der Stiftung Verantwortungseigentum, die von über 30 deutschen Unternehmen ins Leben gerufen wurde. Mehr als 600 Unternehmerinnen und Unternehmer haben die Forderung nach einer entsprechenden Rechtsform bislang unterschrieben, die, wie Ernst sagt, Menschen den Zugang zu Unternehmertum erleichtere – unabhängig von Familienzugehörigkeit oder Kaufkraft.

„Gutes tun“ als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor

Volker Schmidt-Sköries unterstützt diese Idee. „Wenn man mit Geld mehr Geld verdienen kann als mit menschlicher Arbeitskraft und Intelligenz, dann ist die Balance zwischen Finanzwelt und Realwirtschaft aus der Balance geraten.“, sagt der Mehrheitseigentümer der Biobäckerei Kaiser aus Mainz-Kastel. Er sieht eine ethische, soziale und ökologisch nachhaltige Unternehmensführung als notwendigen Weg an. Wenn BioKaiser Gewinn macht, wird die Rendite gekappt. 5 Prozent sind genug, sagt Schmidt-Sköries. Ein Teil vom Plus geht an die Mitarbeitenden und die Bauern, ein anderer an gemeinnützige Organisationen. Etwa ein Drittel fließt zurück ins Unternehmen, „sodass wir unsere Entscheidungsfreiheit wahren und unabhängig von den großen Banken agieren können.“ Neben der herkömmlichen Bilanz möchte BioKaiser in diesem Jahr erstmals eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen und damit genau aufzeigen, wo das Unternehmen bei den Indikatoren „Menschenwürde“, „Solidarität und Gerechtigkeit“, „Ökologische Nachhaltigkeit“ sowie „Transparenz und Mitbestimmung“ steht. „Wenn man Gutes tut, kann das auch ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor sein“, ist Schmidt-Sköries überzeugt.

Gemeinwohl-Ökonomie – Kooperation statt Konkurrenz

Jason Papadopoulus. Foto: Arne Landwehr

Die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung als Initiative für ein alternatives Wirtschaftsmodell, das auf Kooperation statt Konkurrenz basiert, kommt ursprünglich aus Österreich und organisiert sich weltweit in Regionalgruppen. In Wiesbaden und Mainz formierte sich eine solche Gruppe Anfang vergangenen Jahres. Mitinitiator Jason Papadopoulus erklärt den Ansatz: „Die Gemeinwohl-Ökonomie lebt von Partizipation. Sie ist eine demokratische Bewegung, die Veränderung will. Auf wirtschaftlicher Ebene, aber auch in Politik und Zivilgesellschaft.“ Eine wichtige Rolle spielen dabei Menschenrechte und demokratische Verfassungswerte, aber auch die Grenzen unserer Umwelt. Kurz: Noch viel mehr Wachstum geben unsere Ressourcen nicht her. Befürworter der Gemeinwohl-Ökonomie sind davon überzeugt, dass Geld an sich keinen Wert für die Menschen hat – und Gewinn darum kein Kriterium für erfolgreiches Wirtschaften ist.

Genossenschaften – alte Strukturen neu entdeckt

Neben neueren Initiativen gibt es eine etablierte Struktur, die unter dem Aspekt eines sinnvolleren Wirtschaftens gerade zunehmend wiederentdeckt wird: die Genossenschaft. „In einer von Individualisierung und Egoismus geprägten Zeit, erleben wir jetzt einen Trend hin zu mehr Gemeinschaft und einer Wir-Kultur“, sagt André Dörfler. Als Innovationsmanager treibt er bei der genossenschaftlichen R+V Versicherung, die ihren Sitz in Wiesbaden hat, die Vision eines wachsenden genossenschaftlichen Ökosystems voran. Von heute 7.700 möchte er bis 2030 auf 30.000 Genossenschaften kommen. Warum? „Weil Genossenschaften als Modell für nachhaltiges Wirtschaften Lösungen für gesellschaftliche Probleme und Herausforderungen liefern, damit zur regionalen Wertschöpfung beitragen und durch demokratische Zusammenarbeit ihrer Mitglieder leben.“ 2020 wurde mit dem MakerCamp Genossenschaften die Initiative für alle Interessierten gestartet.

Um All-inclusive-Blumenkästen, die sie den Kunden direkt auf die Balkone liefern, kümmern sich Isabella Josimov und Thomas Aretz als Mitglieder der „Green Leibniz“-Genossenschaft.

Möglich ist in diesem Netzwerk vieles. So hat sich am Leibniz-Gymnasium die erste Schülergenossenschaft Hessens gegründet. Ab einem Anteilspreis von 5 Euro kann man sich an dem Geschäftsmodell von „Green Leibniz“ beteiligen, einem All-Inklusive-Blumenkasten, der den Kunden direkt auf den Balkon geliefert wird.

Mit genossenschaftlichem Wohnen beschäftigt sich derzeit die Gruppe „KlarA stadt.land.gut.“. Ihre Vision: das Hofgut Klarenthal zu einem Wohn- sowie sozialen wie kulturellen Begegnungsort gleichermaßen zu machen. Die Pläne stehen noch am Anfang, auch was die verschiedenen Nutzungsideen und die wirtschaftliche Tragfähigkeit angeht.

Das Hofgut Klarenthal zu einem Wohnort und gleichzeitig sozialem und kulturellem Begegnungsort zu machen, das ist die Vision der „KlarA stadt.land.gut“-Initiatoren.

Der große gemeinsame Nenner ist die Einsicht, dass man nicht weitermachen könne wie bisher – also individualistisch und auf den eigenen Profit hinarbeitend. Stattdessen will man „einen Ort schaffen, an dem all das Wissen, wie wir gemeinwohlorientiert, nachbarschaftlich und klimaneutral leben und arbeiten können, angewandt wird.“ Um die Idee bekannter zu machen, wollen die Akteure ab dem 19. April (soweit dann möglich, als Soft-Opening-Phase, Kick-off am 1. Mai) vor Ort mit dem „KlarAdieschen“, einem Imbiss- und Kaffeewagen, und einem Informationsstand vor Ort präsent sein.

To be continued … Alternativen zu einem System, das mehr und mehr an seine Grenzen stößt, lohnen sich weiter zu denken.

Veranstaltungstipp: Ein zentraler Ort der „Besserwirtschaft“ soll in Wiesbaden auch das Alte Gericht werden, das der heimathafen als #VonVielenfürViele-„Teilchenbeschleuniger“ denkt und plant und – seit kurzem in trockenen Tüchern – auch realisiert. „Donnerstalk: Point of no Return – #AltesGericht, wir kommen!“ heißt es am 1. April um 17 Uhr online – Infos, Anmeldung und kostenfreie Tickets hier.

Weiterlese-Tipp: Das große 2×5-Interview mit Jason Papadopoulos zum Thema „Gemeinwohl-Ökonomie“.

 

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