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Nobelpreisträger Kazu Ishiguro liest aus „Klara und die Sonne“ – Androiden-Mädchen kommt ins Zweifeln

Foto: Jeff Cottenden.

Am 6. Mai um 20 Uhr stellt der japanisch-britische Autor Kazuo Ishiguro „Klara und die Sonne“ einmalig dem deutschsprachigen Publikum vor. In einer auch vom Literaturhaus Wiesbaden unterstützten Veranstaltung wird er im Literaturhaus München  live zugeschaltet und spricht über seinen Roman.

Der Abend wird in Kooperation mit dem Netzwerk der Literaturhäuser veranstaltet, zu dem das Literaturhaus Villa Clementine gehört. Die Veranstaltung findet in englischer und deutscher Sprache statt. Die deutsche Lesung übernimmt die Schauspielerin Valery Tscheplanowa.

Tickets für die Teilnahme am Live-Stream sind vorab unter www.streaming-ishiguro.de erhältlich.

Darum geht es…

„Klara und die Sonne“ handelt von künstlichen Intelligenzen, die erschaffen werden, um Jugendliche auf ihrem Weg ins Erwachsenenalter zu begleiten. Die Androidin Klara wird dabei von der 13-jährigen Josie zur Freundin ausgewählt und soll ihr fortan Gesellschaft leisten. Dabei spiegelt das Androiden-Mädchen die menschliche Welt und bewertet mittels Programmierungen und Algorithmen die sozialen Gefüge. Dass die Berechnungen nicht immer mit der Wirklichkeit zusammenpassen, merkt die künstliche Intelligenz schnell und beginnt, an den Menschen zu zweifeln.

Kazuo Ishiguro wurde 1954 in Nagasaki geboren und lebt seit seinem fünften Lebensjahr im Vereinigten Königreich. Er gehört zu den erfolgreichsten und wichtigsten Autoren der Gegenwart und wurde 2017 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Was vom Tage übrig blieb“ (1989), „Alles, was wir geben mussten“ (2005) oder „Der begrabene Riese“ (2015).

(apo/Foto: Jeff Cottenden)

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