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Staatstheater nimmt Spielbetrieb am 18. Mai wieder auf: Ersatzprogramm mit Maifestspiele-Extrakt / 200 PAX max

Cosmino Productions aus Berlin bringt „Dreams Die Hard“ von und mit Rachel Karafistan, inspiriert durch das Tagebuch von Olive Davis, in englischer Sprache mit  deutschen Übertiteln nach Wiesbaden. Am 21. Mai dürfen bis zu 60 Zuschauer*innen den Abend im Kleinen Haus erleben.  Foto: Tomek Szlufik

Vorhang auf – für ein limitiertes Publikum und unter erschwerten Bedingungen. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden wird ab Montag, den 18. Mai, mit einem Ersatzprogramm seinen Vorstellungsbetrieb wiederaufnehmen. Vom 18. Mai bis zum 6. Juni bringt dieses auch Specials aus dem Programm der Internationalen Maifestspiele 2020 auf die Bühnen. Die Öffnung erfolgt nach Angaben des Theaters mit der Genehmigung des Gesundheitsamtes in Reaktion auf die vom Land Hessen verfügten Lockerungen vom 7. Mai. Bis zu 200 Zuschauer*innen werden im Großen Haus, bis zu 60 im Kleinen Haus – jeweils mit gehörigem Abstand zueinander und mit Mund-Nase-Bedeckung – Platz nehmen dürfen. Nach regulärem Spielplan will das Staatstheater ab 7. Juni wieder spielen. 

„Der Reigen der Figuren, die da auftreten, vermittelt überwiegend das Bild gequälter, traumatisierter Menschen, die unter den entsetzlichen Umständen während und nach kriegerischer Eroberung leiden, wenn die alte Ordnung zusammengebrochen ist, die neue noch nicht Fuß gefasst hat“, schrieb die Rheinpfalz über ein Stück, das wohl nicht ganz zufällig ins Programm genommen wurde: „Schinderhannes – Das Alter wird die Krankheit nicht sein, an der ich sterbe“, ein offenbar furioses Ein-Mann-Stück mit Christian Klischat von Götz Brandt, eröffnet am 19. Mai den Reigen des Sonderprogramms in der Schauspielspart.

1972 in Wiesbaden geboren, seit 2019 Träger des Iffland-Rings und damit laut Einschätzung seines Vorgängers Bruno Ganz „bedeutendster und würdigster Bühnenkünstler des deutschsprachigen Theaters“. Jens Harzer liest: »Hyperion« von Friedrich Hölderlin am 30. Mai im Großen Haus. Foto: Armin Smailovic

Auf dem Programm stehen außerdem musikalische Abende, sowie eine „Hyperion“-Lesung von Jens Harzer – dem aus Wiesbaden stammenden, vielfach ausgezeichneten Ausnahme-Schauspieler -, Ausschnitte der Opern »Tristan und Isolde«, »Carmen« sowie »Der Rosenkavalier«. Das Deutsche Theater Berlin ist mit dem Schauspiel »Ismene, Schwester von« zu Gast. »Dreams Die Hard« heißt der Abend von und mit Rachel Karafistan am 21. Mai.

Weitere Schwerpunkte des Schauspiel-Ersatzprogramms werden Soloabende und die Beckett-Trilogie sein, welche am 4., 5. & 6. Juni jeweils um 19.30 Uhr im Großen Haus Premiere feiert. Außerdem werden verschiedene Konzertformate angeboten. Im Ballett feiert die Produktion »Startbahn 2020« in zwei Teilen am 5. & 6. Juni jeweils um 19.30 Uhr im Kleinen Haus Premiere.

Der Kartenvorverkauf beginnt am Freitag, den 15. Mai, um 10 Uhr. Die Theaterkasse wird ab diesem Tag auch vor Ort im Theater wieder öffnen.

Ab dem 7. Juni soll am Staatstheater wieder Programm nach regulärem Spielplan auf die Bühnen kommen, neben der Premiere des Schauspiels „Die Küste: Utopias Aufbruch“ und einem „Casino“Termin vor allem Oper und Ballett.

Alle Infos und Programm auf https://www.staatstheater-wiesbaden.de/

Zu den Regelungen während bei den Vorstellungen erklärt das Staatstheater:

Uwe bald nicht mehr allein im Haus. Am 18. Mai beginnt wieder der Vorstellungsbetrieb im Staatstheater Wiesbaden. Im Großen Haus kann Intendant Uwe Eric Laufenberg (Foto) bis zu 200 Zuschauer*innen begrüßen. Foto De Da Productions

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Infektion mit dem Corona-Virus finden alle Vorstellungen unter strengen Schutz-und Hygienemaßnahmen statt. Einhergehend mit diesen Maßnahmen wird ein Ersatzprogramm mit stark reduzierter Anzahl an Sitzplätzen angeboten. Im Großen Haus werden 200 und im Kleinen Haus 60 Personen Platz nehmen können.

Um den Theaterbesuch auch während der Corona-Pandemie sicher zu gestalten, werden folgende Maßnahmen beachtet:

  • Wir halten uns strikt an die Weisungen der Behörden.
  • Alle medizinischen Empfehlungen, die die Behörden bezüglich des Umgangs und der Zusammenarbeit mit anderen Personen geben, werden umgesetzt und täglich kontrolliert bzw. entsprechend aktualisiert.
  • Alle neuralgischen Punkte bzw. Bereiche in unseren Räumlichkeiten werden täglich gründlich gereinigt und desinfiziert.
  • Über diese Weisungen und Empfehlungen informieren wir unsere Mitarbeiter*innen über die verfügbaren Kommunikationskanäle.
  • Jede*r Besucher*in muss beim Kartenkauf Name, Anschrift und Telefonnummer hinterlassen. Kartenkäufer*innen von mehreren Karten sind verpflichtet die Kontaktdaten aller Kartennutzer*innen bereitzuhalten und auf Nachfrage mitzuteilen. Kartenkäufer*innen müssen einen aktuellen Personalausweis mit sich tragen.
  • Die Plätze werden nach Reihen verkauft. Der jeweilige Platz wird am Abend vor Ort zugewiesen. Zwischen dem jeweiligen Sitznachbarn, die nicht dem gleichen Hausstand angehören, wird ein Abstand von drei Sitzplätzen einzuhalten sein. Zwischen zwei Sitzreihen wird eine Sitzreihe gesperrt sein.
  • Innerhalb des Theatergebäudes ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung vorgeschrieben.
  • Die Hygieneregeln, wie etwa die Einhaltung der Nies- und Husten-Etikette oder des Mindestabstandes von 1,5 m zu anderen Besucher*innen wie auch zum Theaterpersonal sind zu befolgen. Auf diese Regelung wird gesondert im Theatergebäude durch Aushänge und Durchsagen hingewiesen.
  • Der Mindestabstand wird durch ein neues Einlass- sowie Wegeleitsystem gewährleistet.
  • Der Einlassbeginn ist um 19 Uhr. Die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr in den Kassenhallen.
  • Desinfektionsspender stehen im Eingangsbereich und auf den Toiletten bereit.
  • Die Garderoben bleiben geschlossen. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden wird an ausgewiesenen Stellen die Möglichkeit zur Ablage der Garderobe bereitstellen. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden übernimmt für die Garderobe keine Haftung.
  • Die sanitären Einrichtungen dürfen nur von einer Person genutzt werden.
  • Der Gastronomiebetrieb wird nicht wie gewohnt im Foyer, sondern in den Kolonnaden geöffnet sein. Vorbestellungen sind nicht möglich. Das Foyer bleibt vorerst geschlossen.

Ein Kommentar “Staatstheater nimmt Spielbetrieb am 18. Mai wieder auf: Ersatzprogramm mit Maifestspiele-Extrakt / 200 PAX max

  1. Liebes Sensor-Team,
    danke für Ihre professionelle und engagierte Arbeit in ruhig-unruhiger und ver-rückter Zeit.

    In Bezug auf die Online-Ankündigung Ihres Artikels zur Öffnung des Staatstheaters augenzwinkernd der Hinweis, dass ich hoffe, nur die Platzzahl beschränkt zu finden, jedoch nicht das Publikum.

    Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!
    Angelika Thomas-Semm

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