| | Kommentieren

WI cool: Draußengastro darf bleiben – Unkomplizierte Umnutzung von Parkplätzen & Co einstimmig verlängert

Gute Nachricht für Wiesbadener Gastronomen, wie hier Tayfun Düzlü vor seinem „Amigos“ in der neu und weiter aufblühenden Nerostraße: Zusätzliche Außenflächen dürfen weiter unbürokratisch gastronomisch genutzt werden. Foto: Dirk Fellinghauer

Großartige Nachricht für Planungssicherheit und Lebensqualität in der Stadt, das oft als Spießbaden geschmähte Wiesbaden bleibt in dieser Angelegenheit cool. Die Gastronom:innen und Gastronomen können weiterhin zusätzliche Außenflächen für die Bewirtung ihrer Gäste nutzen. Die zunächst bis Ende 2021 befristete, gebührenfreie Genehmigung zur Unterstützung der Gastronomie in der Pandemie wird dazu formlos bis Ende 2022 verlängert. Das hat der Wirtschaftsausschuss am Dienstag einstimmig beschlossen. Ähnlich gelagerte Anträge von Grünen und SPD sowie von CDU, FDP, Volt und BLW/ULW/BIG gingen dazu in einem gemeinsamen Ersetzungsantrag ein.

„Wir sind sehr froh, dass wir den Wirtinnen und Wirten so mehr Planungssicherheit in einer nach wie vor schwierigen Zeit geben können“, erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin von Bündnis90/Die Grünen, Gesine Bonnet. „Das umso mehr, weil die Gastronomie entscheidend zum urbanen Flair und zur Lebensqualität in dieser Stadt beiträgt. Daher ist es uns ein Anliegen, dafür weiterhin gute Voraussetzungen zu schaffen.“

An vielen Orten in der Stadt seinem im Zuge der unbürokratischen Genehmigungspraxis dort, wo sonst Autos parken, sogenannte Parklets entstanden: „liebevoll gestaltete Terrassen, auf denen die Menschen ihren Kaffee oder Wein trinken und den Facettenreichtum der multikulturellen Wiesbadener Küche genießen“, beschreibt es Bonnet:  „Aus einer sehr herausfordernden Situation ist so etwas ausgesprochen Positives erwachsen: Der öffentliche Raum mit seinen Möglichkeiten wird neu in den Blick genommen und kreativ genutzt.“

Das möchte die Politik in die Zukunft tragen, deswegen sieht der Beschluss im Wirtschaftsausschuss ebenso die Prüfung einer dauerhaften Freigabe solcher zusätzlichen Außengastronomieflächen vor. „Die vielerorts provisorischen Lösungen sollen dann in geordnete Formen überführt werden“, zeigt sich Bonnet zuversichtlich. (dif/Foto Dirk Fellinghauer)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.