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Wiesbaden im #Vorlesetag-Fieber: Zahlreiche Orte locken heute zum Lauschen – Einzigartige Lesebrücke nach Polen

Von Samira Schwarz. Fotos: Dirk Fellinghauer, Verlag.

Bundesweiter Vorlesetag: Das heißt Lesen, Lesen, Lesen – auch und ganz besonders in Wiesbaden. Schließlich wurde Wiesbaden nicht ohnehin bereits dreimal von den Organisatoren als Vorlesestadt ausgezeichnet. Bereits die ganze Aktionswoche finden im gesamten Stadtgebiet Lesungen für Groß und Klein statt. Heute ist es soweit: am Aktionstag wird fleißig weitergelesen. sensor ist Medienpartner des vom Freiwilligenzentrum organisierten und koordinierten Vorlesetags Wiesbaden und verrät euch, wo ihr lauschen könnt.

Neben vielen nicht öffentlich zugänglichen Lesungen, für zum Beispiel Grundschüler im Staatstheater, gibt es auch zahlreiche Angebote die spontan und meist bei freiem Eintritt besucht werden können. Egal um wie viel Uhr – heute wird fast durchgehend vorgelesen.

Angebot für alle: Von Senior:innen bis Kinder

Vorlesen kennt kein Alter und ist ein wunderbar gemeinschaftliches Erlebnis. Aus diesem Grund gibt es beim vom Freiwilligen-Zentrum organisierten, von sensor als Medienpartner präsentierten Vorlesetag Wiesbaden im Luisen-Forum (1. OG zwischen Tom Tailor noch bis 13 Uhr Lesungen für Senioren, unter anderem mit dem Wiesbadener Autor Andreas Lukas und der früheren Sozialamtsleiterin Christa Ender, von 15 bis 18 Uhr Lesungen für Kinder und Kinderschminken. zu drei Lesungen mit geselligen Begegnungen und persönlichem Austausch ein. In der Mauritius-Mediathek istbis 12 Uhr Yasmina Rosenau mit ihrem Lesehund: Bonny lässt sich von Kindern vorlesen, die so diese Situation üben können, ohne sich unter Druck zu fühlen.

Die Wiesbadener Autorin Katharina Jäschke hat sich auf eine poetische Reise von den Taunushängen zum Kochbrunnen, zur Jugendstil-Ausstellung im Landesmuseum und schließlich zum Rheinufer begeben. Und lässt in einer Lesung um 15 Uhr am Kochbrunnen in die „Wasser Worte“ eintauchen.

Virtuelle Lesebrücke verbindet Partnerstädte

„Gemeinsam einzigartig“ lautet das Motto der Virtuellen Lesebrücke zwischen den Partnerstädten Wiesbaden – Görlitz – Wroclaw/Breslau. Die Gesellschaft für deutsche Sprache und der Vorlesetag-Wiesbaden laden, von 15 bis 17 Uhr, in Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen Verein Wiesbaden-Wroclaw e.V., der Hochschule Zittau/Görlitz, den Rathäusern in Wiesbaden, Görlitz und Breslau sowie den GfdS-Zweigen in Görlitz/Zittau und Breslau/Wrocław zu der einzigartigen Lesung im Rahmen des bundesweiten Vorlesetags ein. Teilnehmen lässt sich online hier. 

Gelesen wird auch dort, wo es die passenden Bücher gibt: In der Buchhandlung Buch VorOrt in Bierstadt zum Beispiel. Hier startet eine Lesung bereits um 16 Uhr.

Auch die Kunstarche e.V. ist mit an Bord,  Stephan Breith ist um 17 Uhr zu Gast und liest, passend zur aktuellen Ausstellung, Gedichte von Egon Altdorf. Zudem wird der langjährige Solo-Cellist aus seinem Repertoire für Violoncello passende Werke aufführen.

Aktuelle – ausgezeichnete – Thematik: Lesung „Himmel über Charkiw“

EVIM Freiwilliges Engagement engagiert sich seit 2015 mit dem Patenprogramm „Be welcome“ für Geflüchtete aus unterschiedlichen Ländern, seit Beginn des Ukrainekriegs auch für Geflüchtete aus der Ukraine. Im Rahmen der Lesung im Studio ZR6 des kürzlich ausgezeichneten Buchs „Himmel über Charkiw“ informiert EVIM über die Angebote für ukrainische Geflüchtete. Hanna Ostapenko, eine geflohene Lehrerin aus Kiew und der Autor Andreas Lukas lesen, ab 18 Uhr, aus dem neuen Buch von Serhij Zhadan (Preisträger Friedenspreis 2022 des Deutschen Buchhandels) „Himmel über Charkiw- Nachrichten vom Überleben im Krieg“. Musikalisch wird die Lesung begleitet von dem aus Charkiw geflohenen Violinist Wenceslav Schlaghof und Lei Wang am Klavier.

 

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