| | Kommentieren

Senden gegen den Strom: 25 Jahre Radio Rheinwelle – Wiesbaden aus allen Perspektiven „on air“!

Von Alica Bergmann. Fotos Samira Schulz.

Mit großen Kopfhörern auf den Ohren versteckt sich Andrea Springer hinter ihrem Mikrofon und fährt einen Regler am neuen Mischpult hoch. Country-Musik erklingt. Neben ihr stehen Platten- und CD-Spieler, zwei weitere Mikros und Boxen im beschaulichen, schallisolierten Tonstudio. Von hier aus sendet der Verein Radio RheinWelle ein Programm, das alles andere als überschaubar ist. „Wir senden gegen den Strom“ lautet das Motto des Senders – und das funktioniert! Im September feiert Radio RheinWelle 92.5 sein 20-jähriges Jubiläum. „On air“ geht es für das nichtkommerzielle Lokalradio aus den ehemaligen Räumen des ZDF, in denen unter anderem die Mainzelmännchen erschaffen wurden. Das abwechslungsreiche Programm kommt bei den Hörern in Wiesbaden, Mainz und Umgebung gut an. Kein Wunder, denn als Bürgerradio hat der Verein die Aufgabe, Medienkompetenz zu vermitteln. Das heißt, dass jeder, der will, das Programm mitgestalten darf. (mehr …)

| | 1 Kommentar

Kutten, Choreos, Bengalos – es geht auch anders! Die Kurstadt-Adler widmen sich der Eintracht Frankfurt

Von Hendrik Jung. Fotos privat.

Angefangen hat alles nach der am letzten Bundesliga-Spieltag verpassten Meisterschaft 1992. „Lebbe geht weider“, hatte Eintracht-Trainer Dragoslav Stepanovic damals fest gestellt. „Jetzt erst recht“, ist die Stimmung im Wiesbadener Wirtshaus vor 25 Jahren gewesen, wo Eintracht-Fan Andreas Hoppe während seines Studiums gearbeitet hat. Dementsprechend hat sich der dort gegründete Fanclub den Namen „Wirtshaus Eagles“ gegeben. Auch wenn fast alle Gründungsmitglieder nach wie vor dabei sind, ist der Bezug zur Lokalität schon Ende der 90-er Jahre nicht mehr gegeben. Always Ultras, Ananas-Törtchen oder Eiserne Hand waren Namen, die damals für eine Umbenennung vorgeschlagen worden sind. Am Ende sind es die „Kurstadt-Adler“ geworden, deren aktuell 73 Mitglieder keineswegs nur aus dem Rhein-Main-Gebiet stammen. (mehr …)

| | Kommentare deaktiviert für Rückkehr mit neuem Elan: Taunusstraßenfest findet nach Auszeit wieder statt

Rückkehr mit neuem Elan: Taunusstraßenfest findet nach Auszeit wieder statt

Nach einem Jahr Auszeit, in dem die Luft raus schien und die Zukunft ungewiss war, findet das Taunusstraßenfest in diesem Jahr wieder statt. “Die Beteiligten haben gemerkt, was fehlt, wenn es nicht stattfindet”, sagte uns heute Jusken Geiger, 1. Vorsitzender des Vereins “In der Taunusstraße”. Und so werde das Fest vom 1. bis 3. September “mit neuem Elan” gefeiert. Und mit ein paar Neuerungen: Statt des großen roten Teppichs auf der Straße selbst laden nun zwei rote Teppiche auf den beiden Bürgersteigen zum Flanieren. Damit soll der Bezug zu den ansässigen Geschäften verstärkt werden, die schließlich alles auf die Beine stellen: “Ausschließlich Anlieger der Straße, keine Externen” sollen diesmal das Fest gestalten. Auf zwei Bühnen wird an den drei Taunusstraßenfest-Tagen (Freitag 19 bis 24 Uhr, Samstag 11 bis 24 Uhr, Sonntag 11 bis 24 Uhr) Programm geboten. Näheres demnächst im gedruckten sensor und hier auf www.sensor-wiesbaden.de sowie auf www.taunusstrasse.de  – Man munkelt übrigens, ein weiteres Fest in unmittelbarer Nachbarschaft solle nach gleich vielen Jahren Auszeit wiederbelebt werden. Wir halten die Ohren offen und lassen euch wissen, wenn wir Genaueres wissen … (Text/Foto Dirk Fellinghauer)

| | 1 Kommentar

Hauseigentümer wünscht sich Walhalla-Verein als Mieter in der Nerostraße: “Das passt zu 100 Prozent”

Von Dirk Fellinghauer (Interview & Foto).

Der seit Januar heimatlose Walhalla Theater e.V. wäre absoluter Wunschmieter für den Eigentümer der leerstehenden Räume des geschichtsträchtigen Hauses in der Nerostraße 24. Wo über die letzten Jahre das “Gestüt Renz” und früher unter anderem “Jazz House” und “Wirtshaus” beheimatet waren, tut sich, wie hier berichtet, eine dauerhafte “Walhalla-im-Exil-Perspektive” auf. Im sensor-Interview erklärt der Wiesbadener Unternehmer und Manager Ralph Jerey, warum das “Walhalla im Exil” so gut in sein Haus passen würde. (mehr …)

| | Kommentare deaktiviert für Die Stadt radelt: Eine solche Headline für Wiesbaden? Aber ja! Diverse Aktionen bringen uns aufs Rad

Die Stadt radelt: Eine solche Headline für Wiesbaden? Aber ja! Diverse Aktionen bringen uns aufs Rad

Von Dirk Fellinghauer. Foto Josh Schlasius.

Das Meckern über die Zustände für Radfahrer in Wiesbaden ist verständlich und berechtigt, nervt manchmal aber auch irgendwie. Den Zuständen – gerade wurde Wiesbaden erneut zur fahrradfeindlichsten Großstadt im Land gekürt – zum Trotz aufs Rad – das praktizieren Zehntausende Wiesbadener tagtäglich, und dazu gibt es auch immer wieder besondere Anlässe. In den nächsten Wochen ganz besonders viele. Ein Überblick. (mehr …)

| | 3 Kommentare

Schande als Chance! Dauerthema Walhalla: Theater bleibt zu, Betreiber machen weiter, Zukunft ist offen

Es ist eine Schande: Das Walhalla, wie es Zehntausende Besucher kennen und schätzen, ist Geschichte. Einen Tag vor Druck der April-sensor-Ausgabe haben die Mieter des so wohltuend anderen Theaters im Herzen der Stadt, nach fünfzehn Jahren aufregenden, außergewöhnlichen, bereichernden und wichtigen Spielbetriebs, aufgegeben. Der Walhalla Theater e.V. hat nach ein paar aussichtslosen Anläufen, das bittere Ende abzuwehren, bei einem Ortstermin mit dem Vermieter WVV Holding GmbH – einer laut Eigenaussage „100-prozentigen Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt Wiesbaden, in der (…) die Gewerbeimmobilien zum Nutzen der Stadt verwaltet werden“ –  zugestimmt, das Feld, also das Haus, zu räumen. (mehr …)

| | Kommentare deaktiviert für Auf leisen Rädern zum Erfolg: Die Erstliga-Rollstuhlbasketballer der Rhine River Rhinos

Auf leisen Rädern zum Erfolg: Die Erstliga-Rollstuhlbasketballer der Rhine River Rhinos

Von Leonard Laurig. Fotos Arne Landwehr.

Mirko Korder sitzt am Spielfeldrand der Klarenthaler Sporthalle und beobachtet, wie sich die zehn Rollstühle temporeich und quietschend über den Hallenboden bewegen und dabei geschickt den in der Mitte stehenden Mann umkurven.  „Er lebt durchaus gefährlich“, schmunzelt Korder, „aber wirklich passiert ist ihm noch nie etwas.“ Gemeint ist Clifford Fisher, der Trainer der Rhine River Rhinos, die seit dieser Saison in der ersten Rollstuhlbasketball-Bundesliga spielen. Korder war früher selbst als Rollstuhlbasketballer aktiv. Nun ist er der Manager des Wiesbadener Teams, das in kürzester Zeit eine beeindruckende Entwicklung hinlegte. Erst vor vier Jahren wurde der Verein gegründet, direkt im ersten Jahr gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga, bald darauf folgte dann der Durchmarsch in die höchste deutsche Spielklasse. Ein riesen Erfolg für den jungen Verein und den Standort Wiesbaden. Doch trotz des sportlichen Höhenflugs der Rhinos scheint die Sportart und die Mannschaft um Korder und Fisher in der breiten Öffentlichkeit noch nicht viel Lärm verursacht zu haben. Bisher sind sie auf eher leisen Rollen Richtung Erfolg unterwegs. (mehr …)

| | Kommentare deaktiviert für Echte Musikfreaks: „Rock für Wiesbaden“ feiert 30-jähriges Jubiläum – Geburtstagsfestival am Samstag

Echte Musikfreaks: „Rock für Wiesbaden“ feiert 30-jähriges Jubiläum – Geburtstagsfestival am Samstag

rockfuerwiesbaden_team_3sp_neuVon Nadine Kuhnigk, Fotos Rainer Eidemüller.

Seit 30 Jahren bringt “Rock für Wiesbaden” die Kurstadt mit Herzblut zum Rocken. Am 3. Dezember findet im Georg-Buch-Haus das große Jubiläumsfestival mit den Bands Pissin´ The Sink, Weiss-Emmrich, Männer Ohne Bart, Acoustic Agency und Schallbrücke statt. Zur Einstimmung auf die Sause stellen wir den Verein in einem Porträt vor. (mehr …)

| | Kommentare deaktiviert für Die Kämpfer: 15 Jahre Walhalla Theater – Macher feiern mit Festival, Selbstbewusstsein und beschränkter Freude

Die Kämpfer: 15 Jahre Walhalla Theater – Macher feiern mit Festival, Selbstbewusstsein und beschränkter Freude

walhalla_notopia_jasonselllers_4sp
Von Dirk Fellinghauer / Fotos Offert Albers, Jason Sellers

In Sachen Walhalla sind sich alle einig: Es muss etwas geschehen. Was aber soll geschehen? Bei dieser Frage ist es schnell vorbei mit der Einigkeit. Seit 15 Jahren wird ein Teil des maroden Hauses bespielt – beachtlich, unter Kennern beachtet und geachtet, in weiten Teilen der Stadt aber auch ignoriert, bestenfalls toleriert. Dass der Walhalla Theater e.V. unter Leitung von Sigrid Skoetz und Hans Kranich hier weitermachen muss – auch dann, wenn im Rest des riesigen 5400-Quadratmeter-Komplexes endlich ebenfalls wieder Leben einzieht -, steht für die Fans der Bühne außer Frage. Schließlich erleben sie hier, im Spiegelsaal, im Studio und im Bambi Kino, Konzert-, Theater-, Performance-, Kino- und Kunstereignisse abseits des Mainstream, auf besonderem Niveau und in einer einzigartigen Atmosphäre. Bekannt ist auch, dass der Charme längst nicht nur, aber auch von den Räumlichkeiten selbst lebt. Dass die langjährigen Betreiber ihren angestammten und buchstäblich eingespielten Platz verlassen müssen, ist nach Stand der Planungen für die Verantwortlichen der Stadt, allen voran OB Sven Gerich und Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG)-Geschäftsführer Andreas Guntrum, bei aller öffentlich bekundeten Wertschätzung unabdingbar. Na, happy birthday! (mehr …)

| | Kommentare deaktiviert für Alle im grünen Bereich: Die neue Lust am Gärtnern hat auch Wiesbaden erfasst

Alle im grünen Bereich: Die neue Lust am Gärtnern hat auch Wiesbaden erfasst

stadtgarten_20

 

 

Von Hendrik Jung. Fotos Samira Schulz.

Abwechslung vom Schreibtisch. Selbst gezogenes Gemüse im Kochtopf. Lebensraum für Insekten. Humushaltige Erde. Verschiedenste Motivationen, eine gemeinsame Leidenschaft: die neue Lust am Gärtnern, die auch Wiesbaden erfasst. (mehr …)

| | Kommentare deaktiviert für Zukunft des Walhalla – Initiative für “Runden Tisch” nach intensiv-konstruktiver Diskussion beim “Visionären Frühschoppen”

Zukunft des Walhalla – Initiative für “Runden Tisch” nach intensiv-konstruktiver Diskussion beim “Visionären Frühschoppen”

walhalla_visionaererfruehschoppen_spezial_foto_leonardlaurig

 

Von Leonard Laurig (Text und Fotos).

“15 Jahre Walhalla – Kulturort oder Immobilie, Pleite oder Perspektive?” war das Thema bei “Der visionäre Frühschoppen Spezial” am letzten Sonntag. Die Stadt plant – das ist schon seit Jahren bekannt -, den weitläufigen 5400-Quadratmeter-Walhalla-Komplex grundlegend zu sanieren und dafür – das machte und erläuterte sie an diesem Vormittag erstmals öffentlich – an den bundesweit tätigen Varieté-Betreiber GOP Entertainment Group zu vermieten. Konsequenz nach Stand der Planungen: Die bisherigen Betreiber müssten die von ihnen seit 15 Jahren intensiv bespielten Teilflächen des Gebäudes räumen. Ein Ergebnis der Veranstaltung: Ein “Runder Tisch” könnte nochmal ausloten, ob und welche Alternativen und Perspektiven es für Gebäude und Theaterbetreiber gibt. Hier ein Rückblick auf den kontrovers-konstruktiven Vormittag und im Anschluss eine Dokumentation der Reden von Sven Gerich (OB), Andreas Guntrum (SEG), Hans Kranich (Walhalla) und Margarethe Goldmann (AK Stadtkultur) im Wortlaut sowie ein Statement des Hessischen Staatstheaters und die Pressemitteilung der SPD-Rathausfraktion zum Thema “Runder Tisch für das Walhalla”. (mehr …)