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Editorial Februar-sensor: Welche Besen kehren besser?

Foto: Michael Eibes

Welche Besen kehren besser,

liebe sensor-Leser*innen: die alten oder die neuen? Lässt sich natürlich wie alles überhaupt nicht verallgemeinern. Durch diese Ausgabe aber weht – passend zum neuen Jahr/zehnt – das Neue. Vor allem „die Neuen“. Neue Köpfe! Darunter erfreulich viele, man muss es auch im Jahr 2020 noch betonen, Damen. Und ebenso, es ist auch im Jahr 2020 eigentlich nicht der Rede wert, weil so selbstverständlich, viele Herren. Damen und Herren, Frauen und Männer, die in letzter Zeit in verantwortungsvolle Positionen in unserer Stadt kamen oder in nächster Zeit kommen.

Es sind ganz unterschiedliche Positionen und Aufgaben, aber alle haben auch eine gemeinsame Aufgabe – die „Aufgabe“ Wiesbaden nämlich. Zuallererst macht jede*r seinen eigenen Job, das ist ja klar – wenn es ein frisch angetretener Job ist, erst recht. Für sein/ihr Haus, seine/ihre Einrichtung, seine/ihre Institution. Aber kein Haus, keine Einrichtung, keine Institution steht und wirkt nur für sich allein.

Was in den einzelnen Häusern geschieht, wirkt auch in die Stadt hinein, und im besten Fall sogar auch aus der Stadt heraus und über die Stadt hinaus. Deshalb kann man dem Führungspersonal egal welcher Einrichtung eigentlich nur ans Herz legen, hineinzuhorchen in diese Stadt, den eigenen Schreibtisch und das eigene Haus immer wieder zu verlassen, um aufzuspüren, was diese Stadt bewegt – und wie sich diese Stadt bewegen lässt. Und man kann sich dem Tipp unseres 2×5-Interviewpartners dieser Ausgabe für ein gutes „Ankommen“ in dieser Stadt nur anschließen: „Vernetzt euch!“, rät der vhs-Direktor, der seinerseits 2016 als Neuling in unsere Stadt kam – und bestens angekommen ist.

Ich würde ergänzend dazu rufen: „Macht euch bemerkbar!“ Diese Stadt braucht kein Spitzenpersonal im jeweiligen stillen Kämmerlein, sondern braucht dringend Impulse, Ideen, Aufrütteleien, Unbequemlichkeiten, um weiterzukommen. Wer könnte sich hier besser einbringen als neue Köpfe, die – so sollte man doch annehmen – voller Elan und mit vielleicht ganz neuen Perspektiven, gerne auch von außen, ihre Dienste in Wiesbaden antreten.

Bitte, bitte, bitte: Wenn Sie gute Ideen haben, lassen Sie sich nicht abwimmeln. Das wird hier, kleine Vorwarnung, ganz gerne praktiziert von jenen, die meinen, man solle es aber bitte doch bloß nicht übertreiben mit der Veränderung in unserer Stadt – oder es doch vielleicht am besten gleich ganz lassen. Nein, das sollte man ganz bestimmt nicht.

Hallo! Ein neues Jahrzehnt hat begonnen. Eine Runde Aufbruch, bitte. Wild, roaring, golden, was auch immer – auf in die Wiesbadener Zwanziger!

Dirk Fellinghauer, sensor-Führungskraft

PS: An diesem sensor ist auch etwas neu. Vielleicht „fühlen“ Sie es nur, vielleicht erkennen Sie es auch gleich. Wir haben unsere Schriftgrößen etwas vergrößert – auf dass Sie sensor noch besser lesen können.

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