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Mysteriöses „Kulturschatz“-Grab auf dem Sedanplatz – Spekulationen und Ermittlungen in alle Richtungen

Von Dirk Fellinghauer (Text und Fotos).

Ein über Nacht errichtetes „Grab“ auf dem Sedanplatz  gibt Rätsel auf. Mitten auf dem zentralen Platz im Wiesbadener Westend befindet sich seit heute ein Kreuz mit der Aufschrift „Kulturschatz“ auf einem realistisch erscheinenden Grab mit frisch gepflanzten Blumen, Grablicht und Absperrband. Zu der Urheberschaft und den Hintergründen der Aktion gibt es noch keine Informationen, nur Spekulationen.

Die eigens eingesetzte sensor-Kommision „sK Kulturschatz“ ermittelt in alle Richtungen. Anwohner berichteten heute, sie hätten beobachtet, wie in der Nacht von Sonntag auf Montag, gegen 1 Uhr morgens, zwei bis drei Personen auf dem Sedanplatz zugange waren und das Grab errichtet hätten. Aber warum? Eine Kunstaktion? Eine politische Demonstration? Mit (welchem) tiefem Sinn? Und was bedeutet die handgeschriebene Aufschrift „MfG, Erika Mustermann“, auch zu lesen als „Erik a Mustermann“?

Parallelen gibt es zum Beispiel zur Wiesbaden Biennale, die 2018 mit der über Nacht aufgestellten „Erdogan-Statue“ weltweit für Aufsehen sorgte und nicht nur bei dieser Aktion mit der Farbe Gold agierte und spielte. Das Kreuz auf dem Sedanplatz ist ebenfalls goldfarben. Ein Insider nährte gegenüber sensor den in diese Richtung gehenden Verdacht mit der vielsagenden Behauptung, die um den Kulturschatz „Trauernden“ kämen „aus dem Jenseits“. Die Leiterin der Wiesbaden Biennale, Maria Magdalena Ludewig, war am 31.12.2018 tödlich verunglückt, in diesem Jahr soll/te ihr Kuratoren-Partner Martin Hammer das Theater-, Kunst- und Performancefestival als alleiniger künstlerischer Leiter verantworten.

Eine andere Spur führt zu jenen Unbekannten, die 2015 eine Guerilla-Aktion ähnlicher Machart auf dem Grundstück Wilhelstraße 1 realisierten – im Zusammenhang mit dem OFB-Groko-Deal und unter anderem mit einem Schild mit der Aufschrift „Hier ruht die Anti-Korruptions-Beauftragte“.

Das Wort „Kulturschatz“ wiederum erinnert an das „Kulturschätzchen“, als das die Stadt kürzlich das Walhalla-Gebäude in der Innenstadt bezeichnete, worüber sich der Autor dieser Zeilen in einem Wutanfall echauffiert hatte.

Die künftige Gestaltung und Nutzung des Sedanplatzes selbst wiederum ist seit langem, und nun wieder ganz aktuell, ebenfalls Gegenstand von Diskussionen und auch Frustrationen und könnte ebenfalls eine Basis für die Aktion sein.

Viele mögliche Hintergründe also für das mysteriöse Grab auf dem Sedanplatz, aber noch keine heiße Spur. Sachdienliche Hinweise, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden, nimmt die „sK Kulturschatz“ unter hallo@sensor-wiesbaden.de, Betreff Kulturschatz, entgegen.  

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