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Peruanische Künstlerin Daniela Ortiz folgt Fluxus – „Kunst des Wirs“ anstatt einer „Kunst des Ichs“ überzeugte Jury

Das 15. „Follow Fluxus“-Stipendium der Landeshauptstadt und des Nassauischen Kunstvereins geht an Daniela Ortiz, die 1985 in Cusco, Peru, geboren ist. In Malereien, Collagen, Installationen und Performances sowie in Kinderbüchern und Workshops entwickelt die in Urubamba, Peru, und Barcelona lebende und arbeitende Künstlerin vielschichtige antirassistische und antikoloniale Narrative.

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Das Stipendium beinhaltet 10.000 Euro Preisgeld, einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt in Wiesbaden und eine Einzelausstellung im Kunstverein.

Die fünfköpfige Jury entschied aus 81 Nominierungen einstimmig und begründete die Wahl wie folgt: „Mit ihren spielerisch anmutenden und gleichzeitig tief politisch engagierten Arbeiten erschafft Daniela Ortiz starke visuelle Erzählungen, die Themen wie Gewalt, Rassismus, sozialer Klasse und Migration verhandeln. In einer fantasievollen Bildsprache, die nicht von einer eurozentristischen Ästhetik geprägt ist, arbeitet sie koloniale Machtverhältnisse auf und offenbart die dahinterliegenden, unsere Gesellschaft prägenden Strukturen. Mit ihren Malereien, Collagen, Installationen und Performances zeigt sie eine ‚Kunst des Wirs‘ anstatt einer ‚Kunst des Ichs‘, die von einem starken Interesse an den Menschen zeugt – Menschen, die Daniela Ortiz umgekehrt zu bereichern und überraschen vermag.“

 

(sun/Foto: Victor Serri)

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