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Restaurant des Monats: Ye China Restaurant, Bärenstraße 3

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Von Jan Gorbauch. Fotos Frank Meißner

Der Sprung vom Restaurant-Test aus der letzten sensor-Ausgabe ist diesmal verhältnismäßig kurz: von Nepal geht es nach China. Im Hotel Bären hat Mitte Februar das Ye China Restaurant neu eröffnet und lädt zu einem Ausflug ins Reich der Mitte. Genauer gesagt: in den Süden Chinas. Die Inhaber stammen nämlich aus der sehr ländlichen und bäuerlichen Region Hunan, in der auch der Revolutionsführer Mao Zedong aufwuchs. Das Restaurant ist nach Ye, der Juniorchefin benannt. „Ich berate im Service, und in der Küche kocht mein Vater“, erzählt die Namensgeberin: „Wir sind also ein richtiger chinesischer Familienbetrieb“. Ein Familienbetrieb, der sein Handwerk versteht: der Vater erlernte es in Peking und kocht schon seit zwanzig Jahren in Chinarestaurants in Deutschland.

 

Einfach, frisch, scharf, schonend

In ihrem ersten eigenen Restaurant setzt die Familie nun ganz auf die Küche ihrer südchinesischen Heimat. Diese steht vor allem für einfache, frische Zutaten, ordentlich Schärfe sowie schonend gegarte Zubereitung – zum Beispiel zart gedämpfter Fisch und Ente oder knackiges, kurz gebratenes Gemüse. Lachend versichert Ye, dass man die Gerichte natürlich ein wenig an den deutschen Gaumen anpasst und vor allem mit Chilis etwas verhaltener umgeht, als man es ursprünglich tun würde.

In der umfangreichen Karte finden sich die Klassiker der chinesischen Küche wie Frühlingsrolle oder Wang-Tang, aber auch exotisch klingende Namen wie „Die Herberge zum Drachentor“ oder ein „Achtkostbarkeiten-Topf“ – Unkundige werden gerne bei der Auswahl beraten. Wer vorweg einmal etwas Neues probieren möchte, sollte unbedingt den lauwarm servierten Entenfleischsalat aus scharf angebratenen Entenfleischstücken und knackigem Gemüse bestellen.

Ente in vielen Variationen

Auch wenn man als Liebhaber von Schwein über Rind bis zum Lamm und natürlich auch als Vegetarier mit fleischfreien Tofu-Gerichten durchweg auf seine Kosten kommt, ist die Ente hier eindeutig die Spezialität des Hauses: sie wird frisch im Ofen zubereitet und in unterschiedlichen, aromatischen Kombinationen serviert. Egal ob klassisch nach Kanton-Art, als „Gong Po Ya“ mit chinesischem Gemüse oder als brutzelnd auf einer heißen Platte an den Tisch kommende Tipan-Variante – die Haut ist perfekt knusprig, das Fleisch zart und alle Varianten einfach lecker. Wer sich davon überzeugen möchte, dem sei auch der günstige Mittagstisch empfohlen. Für weniger als zehn Euro kann man bis 15 Uhr aus vielen Gerichten wählen, die auch stets eine Suppe oder Minifrühlingsrollen beinhalten. Und zum Abschied sorgen Glückskekse für Gesprächsstoff an jedem Tisch.

Ye China Restaurant, Bärenstraße 3, 65183 Wiesbaden, Telefon: 0611-307658, Öffnungszeiten täglich 11.30-23.30

Rezept

Entenfleischsalat

Für unseren Entenfleischsalat garen wir eine frische Ente im Ofen. Das Fleisch für den Salat wird vom Brustbein abgelöst, hier befindet sich besonders zartes Fleisch. Dieses wird dann im Wok mit Sojasprossen, Paprika, Frühlingszwiebeln, Karottenstreifen und Chili kurz (!) scharf angebraten und mit Sojasoße abgelöscht – fertig. Den Salat serviert man am besten lauwarm mit frischem Koriander.

Ein Kommentar “Restaurant des Monats: Ye China Restaurant, Bärenstraße 3

  1. Hoffentlich nicht wieder so blind hoch gelobt wie der schwache Nepalese in Biebrich

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