| | 1 Kommentar

sensor-Wochenendfahrplan: goEast-Finale, Oligarchen-Lesung, Tagwerk-Konzert und fröhliches Frühlingsfest

Von Selma Unglaube und Samira Schwarz. Fotos Veranstalter.

Passend zum feinen Wetter startete heute das große Frühlingsfest auf dem Elsässer Platz. Eine gute Gelegenheit, den durch die Pandemie arg gebeutelten Schaustellern wieder ein paar Umsätze zu bescheren – und sich selbst fröhliches Vergnügen. Ansonsten ist das goEast-Festival das Ereignis auch des Wochenendes und geht schon langsam in Richtung Finale. Und auch sonst geht einiges in der Stadt. Und: Eine neue spannende Kulturstätte eröffnet. Geht hin und geht aus!

 

///FREITAG///

Endspurt beim 22. goEast Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films. Auch in den letzten Tagen überzeugt das goEast mit vielfältigen Filmen und Veranstaltungen überall in Wiesbaden. Ob im Museum Wiesbaden – wo auch der kultige Ostkiosk (Foto) beliebter Treffpunkt ist – , dem Theater im Pariser Hof, im Caligari, im Murnau Filmtheater oder im Schlachthof: Wiesbaden ist im goEast Fieber. Informationen zum vollen Programm und allen Highlights unter filmfestival-goeast.de.

Frühlingsfest auf dem Elsässer Platz. Ein kunterbunter Jahrmarkt alter Schule, mit Fahrgeschäften, Buden und Verpflegung, auch in einem kleinen sozusagen Pop-Up-Biergarten. Viel Vergnügen! Freitag, Samstag und Montag von 12 bis 23 Uhr und am Sonntag von 14 bis 23 Uhr geöffnet. Wegen der eingeschränkten Parkmöglichkeiten rund um den Elsässer Platz empfiehlt sich die Fahrt zum Frühlingsfest mit den Bussen der Linie 2 oder 14 (Richtung Klarenthal, Haltestelle Elsässer Platz, direkt am Festgelände).

Besonders nobel, wo die Schausteller doch selbst sehr von der Pandemie gebeutelt sind: „In diesem Jahr unterstützen die Schausteller des Frühlingfestes und die Veranstalterin des Festes, die Wiesbaden Congress und Marketing GmbH, mit der Durchführung des Festes auf dem Elsässer Platz im Wiesbadener Westend die Flüchtlingshilfe-Aktion „Deutschland hilft“ zugunsten der Flüchtlinge aus der Ukraine“, dankt Dr. Oliver Franz.

Abklatsch-Ladentag. Gegenüber vom Café Klatsch hat das „Abklatsch“ als „Raum für Kunst, Kultur und Politik“ in der Eltviller Straße 9 eröffnet –  laut Eigenbeschreibung ein Freiraum für alle, die Lust haben sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen, und so eine Kultur des Miteinanders in unserer Stadt zu stärken: „Jetzt wollen wir den kleinen Raum mit Leben füllen, zum Teilhaben einladen und vielseitig nutzbar machen.“  Die Ausstellung „tussenkrupp“ mit Werken von Lynn Fuchs ist bis Anfang Mai jeden Freitag von 14 bis 18 Uhr zu besichtigen.

VILLA COMO aus der Serie THE COLOURS von Marc Peschke.

Finnisage im Atelier Dreimann, Rüdesheimer Straße 22, 65197 Wiesbaden. Noch ein letztes Mal gibt es die Gelegenheit, Kunst von Dirk Brömmel, Andrea Esswein, Kira Jacobi, Cornelia Stumpf, Katrin Wolff und Marc Peschke an diesem besonderen Ort zu sehen. Um 19 Uhr.

„Fame – Das Musical“ in der Wartburg. New York. Ihrem großen Ziel ganz nah, warten die Bewerber der angesagten Highschool of Performing Arts auf die Entscheidung, wer aufgenommen wird und wer nicht! Den ganz großen Traum verwirklichen, schaffen, was man sich vorgenommen hat, das wollen sie alle, die jungen Talente. Und schon geht es los mit hartem Training, Tanz, Gesang und einem Rausch der Gefühle. Ein wunderbares Musical nach dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1980, in dem sich junge Menschen verlieben, erste Erfolge feiern und die Schönheit des Lebens entdecken. Um 19.30 Uhr.

Yotam Ben Horin live im Tagwerk. „Früh kommen“ empfiehlt heute die wundervolle Tagwerk-Crew, mit supergutem Grund: Es gibt Livemusik in der supersympathischen Bar am Bismarckring, Der israelische Musiker Yotam Ben -Horin macht im Rahmen seiner Europatour Station.

„Titus – La Clemenza di Tito“ im Staatstheater. Wenn ein Herrscher das Recht außer Kraft setzt und sich gottgleich der permanenten Verzeihung verschreibt, gerät das gesellschaftliche Gefüge aus den Fugen. Kaiser Titus stellt Gnade und Vergebung als oberstes Prinzip auf. Kraft seines Amtes erhebt er Amnestie zum Gesetz. Doch das überfordert seine Untertanen, die so ihre Taten mit sich selbst ausmachen müssen. Mozarts „Titus“ aber erzählt auch das Unfassbare: wie der Hass der Königsmörder, die Skrupel der Mitläufer, das Leid der Opfer sich tatsächlich auflösen können in eine göttliche Musik der permanenten Verzeihung und Versöhnung. Um 19.30 Uhr.

„Schöne neue Welt“ im Staatstheater. Die Welt im Jahr 2540: Die Menschen führen ein (scheinbar) perfektes Leben, fernab von Sorgen und Existenzängsten. Doch der Preis dafür ist hoch: der Verlust der individuellen Freiheit und Selbstbestimmung. Mittels eines strengen Kontrollsystems, der Unterteilung in Kasten und der ständigen Versorgung mit der Droge Soma gelingt es der Regierung, der Gesellschaft das kritische Denken abzugewöhnen. Aldous Huxley beschreibt in seinem Weltbestseller von 1932 eine erschreckend zeitlose Dystopie. Freitag und samstags, jeweils um 19.30 Uhr.

„The Best of Allerhand“ im Theater im Palast. Eine Produktion von zwei Künstlerinnen mit vier Programmen aus 12 Jahren Kabarett-Geschichte: Comedy von Frauen, aber kein Frauenkabarett! Los ging´s mit dem wohl längsten Klimakterium der Welt: der Dauerbrenner „Wechsel-Jahre“, gefolgt von „Wenn im Sarg das Handy klingelt…“, über „Viel Holz vor der Hütte, wenig im Kasten“. Das aktuelle Programm: „Da hab´ mich mich ja umsonst besoffen…“ nach dem Zitat von Goethe, widmet sich um den höchst vergnüglichen Genuss von Wein, mit all seinen abwechslungsreichen Nebenwirkungen. Eine bunte, manchmal verrückte Mischung, immer komisch & bisweilen nachdenklich… Um 19.30 Uhr.

„Filme im Schloss“ zeigt „Bergman Island“. „Filme im Schloss“ zeigt „Bergman Island“, den neuen Film der französischen Regisseurin Mia Hansen-Løve über ein Filmemacher-Paar, das sich auf Ingmar Bergmans ehemaliger Wohninsel Fårö inspirieren lassen will, mit dem Oeuvre des schwedischen Regisseurs aber ganz unterschiedlich umgeht. Der Film läuft in der englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Um 20 Uhr.

„Der Beziehungscoach“ im Galli Theater. Eine Theateroffenbarung für alle, die eine Beziehung führen, führten oder führen wollen. Burkhardt liebt Chantal, Chantal liebt Ralf, Ralf vergnügt sich mit Chantals Vermögen auf Kuba. Ein Fall für Rudi Rechenberger, den Beziehungscoach. Er hat schon viele Beziehungsprobleme gelöst. Doch schon bald stellt sich die Frage: Sind Burkhardt und Chantal noch zu retten? Freitag und samstags, jeweils um 20 Uhr.

„Männer und andere Irrtümer“ im Akzent Theater. Facettenreiche Komödie über die Tücken des ehelichen Zusammenlebens oder auch nicht. Eine Gebrauchsanweisung, ein geschlechterübergreifender Spass. Eine Achterbahn der Gefühle, der einer Komödiantin wie Sigrid Siewior auf den Leib geschrieben scheint. Geballtes Frauenleben- lieben und leiden. Mit ihrer charmanten Art überzeugt Sie in allen Rollen. Der Zuschauer fühlt mit ihr, man kann sich in mindestens einer dieser Rollen wieder finden und mit empfinden! Und nicht vergessen – Selbstmord macht man immer zum falschen Zeitpunkt! Freitag, samstags und sonntags, jeweils um 20 Uhr.

Anne Folger: „Fußnoten sind keine Reflexzonen“ – Musikkabarett im thalhaus Theater. Mit Wortwitz und Ironie singt Folger im Rosamunde Pilcher Stil gegen Großkonzerne, über das Glück zu fliegen, wenn die Beine fest auf dem Boden stehen und parodiert anschaulich Beethovens Götterfunken unter Lockdown- und Weingeist-Bedingungen. Dabei beeindruckt sie mit ihrem musikalischen Können. Wenn „Paint it Black“ der Rolling Stones nach Schostakowitsch und Brahms klingt und beim „Fliegenden Robert“ die Läufe über die Tastatur jagen, holt sie ihr Konzertexamen aus der Tasche und sorgt beim Kleinkunstpublikum für Verblüffung. Ein Abend mit Geschichten, wunderschön arrangierten Liedern und einer Menge Humor. Um 20 Uhr.

„Nicht ganz dicht“ von und mit Arno Hermer im Marleen im Lili. Sommer 20: Herr Her ist Aushilfs-Schlagzeuger im Staatsorchester und soll eine Uraufführung retten. Lampenfieber blockiert ihm die Blase. Nur eine OP kann Abhilfe schaffen. Die Versuche, die Inkontinenz vor seiner neuen Liebe zu verbergen: eine Kette komischer Katastrophen! Tragikomödie mit Gesang. Ticketreservierung unter hermerjensen@herjeh.de o. Tel.:0611 – 375069. Freitag und samstags, jeweils um 20 Uhr.

Fällt aus/Wird verschoben! Konzert: In Extremo mit Special Guest Russkaja im Schlachthof.

Knochenfabrik/Stockholm Syndrom – Punk Konzert im Kesselhaus. 1994 1998Knochenfabrik veröffentlichen mehrere Punk Schallplatten und spielen ein Paar Konzerte. Von dem verdienten Geld kaufen sie sich Briketts für die Kohleofenheizungen ihrer Sozialwohnungen. Und Dosenbier. 1998-2008: Die Bandmitglieder gehen getrennte Wege und machen berufliche Karriere. Seit 2008: Knochenfabrik spielen in unregelmäßigen Abständen abwechselnd Reunion- und Abschiedskonzerte. Von dem verdienten Geld kaufen sie sich Energiesparheizkörper für Ihre Eigentumswohnungen. Und teuren Rotwein. Bandinteressen: Ladendiebstahl, Überraschungseifiguren, Pferderomane, versaute Witze. Um 20 Uhr.
Deep House im Amigos Backstage. Gut ausgehen mit guter Musik bei Tay in der guten alten Nerostraße. 20 bis 1 Uhr.

„Immer Freitag“ Barabend im EXIL. Gute Getränke und gute Livemusik in der guten alten Nerostraße, mit dem Klavier mittendrin und den Gästen drumherum. Heute mit Freunde ohne Fuchs. Um 20.30 Uhr.

Student Affairs: Wiesbadener Semester Opening 2022 im Park Café. Die legendäre Wiesbadener Semester Opening Party der Hochschule RheinMain, Wiesbaden Business School und EBS feiert ins Sommersemester 2022! Mit einem genreübergreifenden Mix aus urbanem Hip Hop und knackigem House Sound verfeinert mit den besten Club Sounds steht Student Affairs Resident DJ Leon (Planet Radio) an den Turntables. An seine Seite gesellt sich der Mainact des Abend DJ Naro aus Frankfurt mit International Sounds. Ab 22 Uhr.

„Dancing Shoes“: Indie-Pop/Indie-Rock Party im Kesselhaus. Endlich wieder die Hände in die Luft werfen und all diese Hymen mitsingen: „Youuuuuu! Your Sex Is On Fire“, „Everyday I love you less and less“ oder das unzerstörbare „Mr. Brightside“. Mehr als ein Jahrzehnt nach der goldenen Glanzzeit der Retro-Indie-Welle um The Strokes, Arctic Monkeys & Co., wird es Zeit, die Hit-Singles wieder auszupacken und ein paar neue Durchstarter wie Von Wegen Lisbeth oder Giant Rooks gleich dazu. Ab 23 Uhr.

///SAMSTAG///

Emma-Eröffnung in der Goebenstraße. Ein Tag voller lebendiger Kultur im Westend Wiesbaden: „Endlich öffnet unsere Theaterwerkstatt die Türen und lädt Neugierige den ganzen Tag ein die Menschen der ‚Emma‘ und ihre künstlerische Arbeit kennenzulernen.“ Es gibt Workshops und Ausschnitte aus den Produktionen, die in der „Emma“ entstanden sind. Von 11:00 – 19:00 Uhr ist der Eintritt frei und unsere Theaterwerkstatt ist für alle zugänglich.
Um 19:30 Uhr spielen KoschelundStahl „RABBIT HOLE“. Die Inszenierung „RABBIT HOLE“ steht symbolisch für eine Flucht- und Suchbewegung vom
Fremden hin zu dem, was uns trotz Unterschieden verbindet – eine Reise von der Ohnmacht hin zur Selbstwirksamkeit und Veränderung. Die Tickets
für „RABBIT HOLE“ kosten 10 € (ermäßigt)/ 15 € (regulär)/ 20 € (Soli-Ticket). Es wird aufgrund der Platzlimitierung um Reservierung unter
tickets@emma-und-co.de gebeten.
Emma & Co – die Theaterwerkstatt, Goebenstraße 19 Hinterhaus EG. Die Theaterwerkstatt ist stufenlos erreichbar.

Welttag des Buches: Familienlesung mit Annika Klee im Literaturhaus Villa Clementine. Ab 6 Jahren. „Doch wir gehen näher, noch näher, ganz nah!“, heißt es in Annika Klees poetischem Kinderbuch „Zwei Mädchen im Glück“. Und genau das macht die Autorin, wenn sie in gereimter Form Einblick in die Gefühlswelt der Mädchen Yumi und Stella gibt. Auf den ersten Blick völlig verschieden, sind sich die beiden bei genauerer Sicht doch gar nicht so unähnlich. Warum das so ist und was mehrere Kätzchen damit zu tun haben, wird in der Mitmachlesung aufgeklärt! Um 11 Uhr.

Museumswerkstatt für Kinder: „Prinzessinnen, Einhorn und andere Märchengestalten im Jugendstil“ im Museum Wiesbaden. Nach fachkundiger Anleitung entdecken die Kinder selbstständig die unterschiedlichen Märchengestalten und können zeichnen und gestalten. Um 11 Uhr.

Welttag des Buches: Suppenlesung „Kurt Tucholsky“ im Anderen Salon. Am Welttag des Buches möchte der Förderverein Wiesbadener Literaturhaus in der Villa Clementine, getreu dem Motto „Freiheit für das Wort“, eine unauflösliche Verbindung feiern: Buch und Kaffeehaus. In Kooperation mit dem Wiesbadener Verlagshaus Römerweg ist  am Welttag des Buches der Kaffeehausbesucher Kurt Tucholsky gerade recht. Schauspielerin Katalyn Hühnerfeld liest an diesem Tag innerhalb der Reihe „Suppenlesung“ in den Räumen des Cafés Texte und Gedichte, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in den Räumen eines Cafés entstanden sind. Armin Conrad moderiert. Um 13 Uhr.

Öffentliche Führung: „Alles! 100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden“ im Museum Wiesbaden. Im Juni 1921 kam der russische Maler Alexej von Jawlensky (1864—1941) erstmals nach Wiesbaden und traf bald darauf die Entscheidung, sich hier niederzulassen. Was in den Jahren bis zu seinem Tod geschah und wie die Sammlung der Werke von Jawlensky bis heute gewachsen ist, ist Thema der großen Jubiläumsausstellung Alles! 100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden. Um 14 Uhr.

Welttag des Buches: Erich Kästner „Konferenz der Tiere“ im Literaturhaus. Im Buch, dass Kästner „für Kinder und Kenner“ geschrieben hat, berufen Tiere eine internationale Konferenz für den Weltfrieden ein, weil die Menschen politisch gescheitert sind. In der kritischen Parabel auf seine Zeit folgt Erich Kästner, der als einziger deutscher Schriftsteller 1938 die Verbrennung der eigenen Schriften beigewohnt hatte, auch dem Motto des Tages: „Freiheit für das Wort“. Aus der „Die Konferenz der Tiere“ zu hören, ist für Groß und Klein gedacht, also eine Einladung an die ganze Familie. Es liest der Schauspieler Andreas Mach, die Moderation übernimmt die Journalistin Dr. Viola Bolduan. Um 15 Uhr.

„König Drosselbart“ im Galli Theater. Der schönen Prinzessin ist kein Freier gut genug: Jeder, der um ihre Hand anhält, wird von ihr mit hochmütigem Spott zurückgewiesen. Nur König Drosselbart schafft es, ihren Hochmut zu brechen und macht sie zu seiner Frau. Als Bettler verkleidet kommt er an den Hof und erhält die Prinzessin zur Frau. In einer kleinen, ärmlichen Hütte lehrt er ihr Demut und lässt sie schließlich unerkannt an seinem Königshofe arbeiten, bis er eines Tages ein Fest veranstaltet und sie als Magd in eine peinliche Lage bringt. Erst als ihr Hochmut gebrochen ist, kann sie zur Königin werden. Samstag und sonntags, jeweils um 16 Uhr.

„Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse“ im Staatstheater. Mit Kindern hat Frau Bartolotti nicht viel am Hut. Darum fällt sie aus allen Wolken, als sie mit der Post einen Sohn geschickt bekommt: Konrad aus der Konservenbüchse. Er ist schrecklich ordentlich und nahezu perfekt, und Frau Bartolotti ist sehr chaotisch. Aber dann gewinnt Frau Bartolotti Konrad so lieb, dass sie ihn gar nicht wieder hergeben will – auch wenn die unheimlichen Menschen aus der Konservenfabrik schon nach ihm suchen … Samstag um 16 Uhr, sonntags um 15 Uhr.

Welttag des Buches: Büchertipps „Freiheit für das Wort“ im Literaturhaus. Der Förderverein Literaturhaus ist überzeugt, dass prominente Wiesbadener:innen aus dem Kulturleben der Stadt eifrige Leser:innen sind. Sie werden Buchtipps geben können, welche Bücher unter dem Tages-Motto „Freiheit für das Wort“ so wichtig sind, dass sie auch von vielen anderen gelesen werden sollten. Die Einladungen sind verschickt – wer kommen und Büchertipps weitergeben wird? Das bleibt eine Überraschung. Um 17 Uhr.

„Leichenschmaus & Schwarze Katzen“ – Dinner-Theater im Theater im Palast. Mitten in Wiesbaden: Ein Haus in dem sich Edgar Allen Poe wie daheim gefühlt hätte. Knarzende Dielenböden, Kerzenschein, Zimmerfluchten: Sir Willson geistert nach dem tragischen Tod seiner Frau durch das altehrwürdige Grandhotel. Nach langen Fluren und hinter verborgen Nischen gibt es unglaubliche Räume voller Geschichten zu entdecken. Es erwartet Sie ein schräg-skurriles Dinner-Theater im Jahre 1850. Sir Wilson lädt Sie zu einem Leichenschmaus ein. Die stumme Hausangestellte Eleonore begrüßt Sie mit großen Augen, und Wellington, der freundliche Diener, filmt das ganze Geschehen und Ihre Reaktionen. Da bleibt nur noch zu sagen: Guten Appetit. Um 19.30 Uhr.

Oper: „Die Zauberflöte“ im Großen Haus. Der junge Prinz Tamino verliebt sich in das Bildnis Paminas. Die Königin der Nacht, Paminas Mutter, beauftragt ihn daraufhin, ihre Tochter aus den Fängen ihres Gegenspielers Sarastro zu befreien. Gemeinsam mit dem Vogelfänger Papageno macht sich Tamino nun auf die Suche nach seiner Geliebten und besteht mithilfe eines magischen Glockenspiels und einer Zauberflöte gefährliche Abenteuer. Um 19.30 Uhr.

„Der Kleine Prinz“ nach Antoine de Saint-Exupéry im Velvets Theater. Ab 9 Jahren. Das Kultstück mit über 16 000 Vorstellungen im In- und Ausland in der Velvets Bühnenfassung. Die poetische Märchenerzählung vom Prinzen und seiner Rose scheint beinahe maßgeschneidert für die besonderen Möglichkeiten des Velvets Theater. Samstag und sonntags, jeweils um 20 Uhr.

Lesung: Sasha Filipenko liest „Die Jagd“ im Literaturhaus. Ein belarussischer Autor, der auf Russisch über die Zustände in Russland schreibt, begibt sich auf dünnes Eis. Von „Freiheit für das Wort“ kann dort keine Rede sein, umso mutiger und wichtiger ist Sasha Filipenkos Roman „Die Jagd“. Dieser erzählt die Geschichte von Anton Quint, einem Journalisten mit Prinzipien, der sich sehenden Auges mit einem Oligarchen anlegt. Was folgt ist eine Hetzjagd, die ihn bis ins Mark durchdringt. Deutsche Lesung mit Armin Nufer. Um 20 Uhr.

Jan Philipp Zymny: „surRealität“ im Studio ZR6. Wer würde es in Zeiten alternativer Fakten wagen die Wirklichkeit selbst zu kritisieren? In Zeiten, in denen die Menschen den Blick für die Realität immer mehr verlieren? In Zeiten, in denen man sich Esoterik und pseudowissenschaftlichen Theorien hingibt und wieder anfängt rückwärts zu denken? Nur jemand, der gedanklich völlig außerhalb davon steht! Der junge Künstler Jan Philipp Zymny präsentiert in seinem mittlerweile vierten abendfüllenden Soloprogramm Betrachtung, Kritik und Verbesserungsvorschlag der Wirklichkeit, wobei er Stand Up, Kurzgeschichten, philosophische Überlegungen und surreale Absurditäten der Bauart Nonsens wild, aber keines Falls planlos durchmischt. Um 20 Uhr.

Dunja*La Diva lädt ein – Soloprogramm mit Piano und großem Taschenorchester im thalhaus. Die Bühne ist die natürliche Umgebung einer Diva und hier werden sie alle an einem Abend vereint. Von Edith Piaf über Aretha Franklin und Cèline Dion bis Hildegard Knef. Mit unbändiger Spielfreude, herzerfrischender Selbstironie und ganz viel Gefühl führt uns Dunja Koppenhöfer durch das Leben einer Sängerin und gewährt Einblicke in ihre „Künstlergarderobe“ und ihr Seelenleben, und das mit grandioser Bühnenpräsenz und großer Authentizität. Eine echte Diva hautnah. Um 20 Uhr.

Electronic Beats im Amigos Backstage. Gut ausgehen mit guter Musik in der guten alten Nerostraße. 20 bis 1 Uhr.

„Immer Samstag“ mit Roland Vanecek im EXIL.  Ein musikalischer Drahtseilakt ins Ungewisse wird versprochen, unterhaltsam wird es garantiert, wenn Roland Vanecek und seine Gäste zu freien Interpretationen, (un)möglichen Improvisationen und musikalischen Talk zusammenkommen. Beginn um 20.30 Uhr, die besuchenswerte Bar hat schon ab 19 Uhr geöffnet.

The Notwist – Indie-Konzert in der Halle. Auf ihrem neuen Album „Vertigo Days“ präsentiert sich eine der wohl wegweisendsten Indie-Bands des Landes ganz im Hier im Jetzt. Neugier und Offenheit bleiben die Triebfedern der Weilheimer, die sich mehr noch als zuvor einem kollektivistischen Prozess öffneten und ein berückendes Amalgam aus melancholischem Dream-Pop und funkelnder Elektronik, hypnotischem Krautrock und schwebenden Balladen geschaffen haben. Um 20.30 Uhr.
goEast Party feat. Mach mal Langsam, Bliz Nochi & Gogi im Kesselhaus. Mach mal Langsam, das Musik-Kollektiv aus Mainz und Wiesbaden, ist seit vielen Jahren mit einem Mix aus Elektrobeats und folkloristischen Klängen in der Szene erfolgreich. Und endlich kehrt auch das goEast-Filmfestival aus Pandemiepause zurück. Aus Georgien reist dazu der Newcomer Gogi an. Er kombiniert Gesang, Panduri und Chuniri, traditionelle georgische Instrumente mit seinem DJ-Set. Der aus Moldawien stammende Bliz Nochi führt wiederum mit seiner „Ethnotronic“ in den Zeitraum zwischen Sonnenuntergang und Einfall der Nacht. Um 21.30 Uhr.

„Night Out“ im ParkCafé. Der Samstag in der Wilhelmstraße, bei HipHop & Mixed Music von DJ Sabo in die Nacht tanzen. Ab 22 Uhr.

///SONNTAG///

Rheingauer Krimiwanderung – Tatort Hallgarten. Eine geführte Wander-Tour durch die Rheingauer Weinberge und nebenbei wird als Privatdetektiv in einem Kriminalfall ermittelt. Während die wundervollen Weinberge erkundet werden, versuchen die Teilnehmenden gemeinsam einen kniffligen und spannenden Fall im Winzermilieu zu lösen. Start- und Zielpunkt ist der Parkplatz Schlossergasse/Ecke Rheinallee in 65347 Hattenheim (direkt an B42 nach der SHELL-Tankstelle). Der Bahnhof in Hattenheim ist gut 5min zu Fuß entfernt, die Bushaltestelle „Weinprobierstand Hattenheim“ nur 2min. Um 10 Uhr.

„Apfelexkursion – eine Wanderung mit dem Pomologen“ – Wanderung durch die Obstwiesen in Wiesbaden-Breckenheim. Obstsorten sind ein lebendiges Kulturerbe, sie variieren von Region zu Region. Die hessische Kulturgeschichte ist eng verwoben mit der Geschichte des Apfelanbaus. Eine Tour zu alten und lokalen Apfelsorten, die die Lehre der Arten und Sorten von Obst näherbringt. Im Osten Wiesbadens werden alte Sorten in unterschiedlichen Projekten wiederentdeckt und im Sortengarten erhalten. Treffpunkt: 65207 Wiesbaden-Breckenheim, Bushaltestelle Erlenstraße, Buslinie 23. Von 10 bis 13 Uhr.

„Dein Lieblingsbuch“ mit Alice Hoffmann im Theater im Palast. Was genau auf sie zukommt weiß Alice nicht. Denn die Dramaturgie dieser Matinee bestimmt das Publikum mit den mitgebrachten „Lieblingsbüchern“. Denn Einlass ist auch diesmal nur mit gültiger Eintrittskarte und Deinem Lieblingsbuch. Der Zufall entscheidet welche Zeilen es auf die Bühne schaffen. Livemusik und Prosecco, Cappuccino und Croissant beim literarischen Frühstück im Theater im Palast [TiP] wird im ehemaligen Wintergarten serviert. Um 11 Uhr.

„Der Froschkönig“ im Galli Theater. Die jüngste und schönste Tochter des Königs erhält von ihrem Vater als Geschenk eine goldene Kugel. Als sie damit im Schlossgarten spielt, fällt ihr die Kugel in den Brunnen. Die Prinzessin weint bitterlich, da taucht ein Frosch auf und bietet an, die Kugel zurückzuholen. Dafür muss sie ihm versprechen, seine Spielkameradin zu werden. Die Prinzessin gibt das Versprechen, denkt aber nicht daran, es zu halten… Um 11 Uhr.

Walk Yoga im Schlosspark Biebrich. Als Immunbooster für die kältere Jahreszeit hat Yogalehrerin Christa Zehnder ein neues Outdoor-Angebot kreiert: WalkYoga im Schlosspark Biebrich, eine Kombi von Gehen, Atem- und Bewegungsübungen in der Natur. Das tiefe Atmen an der frischen Luft ist eine Wohltat für Körper, Geist und Seele, perfekt wird die Abwehrkraft gestärkt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, das Tempo wird an die körperliche Fitness der jeweiligen Teilnehmenden angepasst. Anmeldung erforderlich unter: christa@yoga-wiesbaden.de. Um 11.00 Uhr.

Wiesbaden-Schierstein. Im April beginnt die Hochsaison in der Vogelwelt. Die Sommergäste, darunter die Nachtigall, sind zurück und bereichern die Schar der Vögel, die das ganze Jahr in unseren Gefilden anzutreffen sind. Balz- und Reviergesänge sind auch tagsüber zu hören. Darum lädt der Nassauische Verein für Naturkunde (NVN) zu einem Rundgang um den Schiersteiner Hafen ein. Dabei werden unter Anleitung von Peter Siersleben, Vorsitzender des NABU Wiesbaden, und Dr. Helmut Arnold, Vorsitzender des NVN, die verschiedenen Arten belauscht und erklärt. Daneben gilt das Augenmerk auch Schmetterlingen, Hummeln und Pflanzen. Die Dauer der Exkursion wird etwa 2,5 Stunden betragen. Dem Wetter angepasste Bekleidung, Fernglas und Vogelbestimmungsbuch sind von Vorteil. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Endhaltestelle der ESWE-Linie 23 „Schierstein Hafen“. Es wird um Anmeldung bei Dr. Arnold unter Dr.H.Arnold@gmx.net gebeten.

Willkommens-Führung „Hereinspaziert – Natur“ in Russischer Sprache im Museum Wiesbaden. Das Museumsteam erweitert in Kooperation mit den Freunden des Museums Wiesbaden e.V. sein Vermittlungsangebot um eine Reihe von kostenfreien Führungen und Workshops auf Ukrainisch und Russisch. Der Eintritt für Geflüchtete ist frei. Begleitpersonen erhalten ermäßigten Eintritt und können sich hier informieren. Tickets sind sowohl über den Onlineshop des Museums buchbar als auch an der Kasse erhältlich, sowie per Telefon auf Deutsch unter 0611 – 335 21 85 und auf Russisch unter 0611 – 335 2290. Um 11.30 Uhr.

„Cambra Skadé“ – Zeitgedanken und Medizinwege im frauen museum. Wenn die Menschen auf ganz eigene Weise leben und lieben, wachsen, wirken und da sind, dann leuchten sie. Dann können sie wunderbare Medizingaben für die Gemeinschaft geben. Und die braucht es in Zeiten wie diesen. Eine szenische Lesung zum neuen Buch, Erzähltes und Bebildertes. Um 12 Uhr.

„Für Menschen 2022“ – Ausstellung von und mit Hubert Lerner in der Tanzschule Weber. Neben Öl- und Acrylbildern zu verschiedenen Themen gibt es auch Miniaturen in limitierter Ausgabe zu betrachten und erwerben. 30% der Erlöse gehen in dieser schwierigen Zeit zur Unterstützung an die Tanzschule Weber. Um 12 Uhr.

Willkommens-Führung & Workshop: „Hereinspaziert — Kunst“ — in Russischer / Ukrainischer Sprache im Museum Wiesbaden. Das Museumsteam erweitert in Kooperation mit den Freunden des Museums Wiesbaden e.V. sein Vermittlungsangebot um eine Reihe von kostenfreien Führungen und Workshops auf Ukrainisch und Russisch. Der Eintritt für Geflüchtete ist frei. Begleitpersonen erhalten ermäßigten Eintritt und können sich hier informieren. Tickets sind sowohl über den Onlineshop des Museums buchbar als auch an der Kasse erhältlich, sowie per Telefon auf Deutsch unter 0611 – 335 21 85 und auf Russisch unter 0611 – 335 2290. Um 13 Uhr.

Öffentliche Führung: „Gábor Török — Intervention“ im Museum Wiesbaden. Aus Anlass des 70. Geburtstags von Gábor Török präsentiert das Museum Wiesbaden eine Auswahl seiner Arbeiten im zentralen Raum der Gemäldegalerie. Um 14 Uhr.

Öffentliche Führung: „Im Spannungsfeld der Kulturen“ im sam. Die Sonderausstellung behandelt Kelten, Germanen und Römer in und um Wiesbaden im 1. Jahrhundert vor Christus. Diese spannende Zeit beleuchtet das sam anlässlich des ersten archäologischen Jahres in Hessen. Die Führung zeigt Hintergründe auf und klärt Fragen wie: Welche Hinterlassenschaften sind von der späten keltischen Welt geblieben? Woher kamen die Germanen? Und lebten Kelten auch in Wiesbaden? Welche Rolle spielte das römische Militär und gab es 200 Jahre später in römischer Zeit eine Rückbesinnung auf keltische Wurzeln – eine sogenannte keltische Renaissance? Um 15 Uhr.

Öffentliche Führung: Highlights der Dauerausstellung „Natur“ im Museum Wiesbaden. Die Dauerausstellung der Naturhistorischen Sammlungen „Ästhetik der Natur“ schlägt mit ihren vier Themenräumen Form, Farbe, Bewegung und Zeit eine Brücke zwischen Kunst und Natur. Das Beobachten und Beschreiben der Natur steht dabei im Mittelpunkt. Auf den Spuren der Erd- und Evolutionsgeschichte wird die formenreiche und farbenprächtige Vielfalt der Natur präsentiert. Um 15 Uhr.

Führung: „Tatort Wiesbaden – Von fiktiven und realen Kriminalfällen aus 300 Jahren“. Ist Wiesbaden ein gefährliches Pflaster? 2014 gab es ein Gemetzel biblischen Ausmaßes vor dem Kurhaus, und der Staatsanwalt ermittelt seit vielen Jahren, um vertrackte Kriminalfälle einer Lösung zuzuführen. In der realen Welt hielt eine Kindesentführung 1963 die Republik in Atem und eine Auseinandersetzung im Rotlicht-Milieu 1981 endete mit einem verblüffenden Gerichtsurteil. Treffpunkt: Eingang Kurpark am Kurhaus. Um 15 Uhr.

A cappella-Konzert mit dem Consortium Vivente in der Evangelischen Thomaskirche, Richard-Wagner-Straße 88. Das Vokalensemble Consortium Vivente besteht aus sechs ehemaligen Sängern des berühmten Thomanerchors. Seit 2018 gestaltet es verschiedenste Konzerte mit weltlicher und geistlicher Musik von der Renaissance bis zur Moderne – sowohl in seiner Heimatstadt Leipzig als auch in vielen anderen Städten in Deutschland. Beim Gastspiel in der Wiesbaden präsentiert das Ensemble Werke von Johann Sebastian Bach, Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy und weiteren Komponisten, die in Leipzig gewirkt haben. Um 16 Uhr.

Die Kammermusik – Armida Quartett in der Wiesbadener Casino Gesellschaft. Alles kommt in der wendigen, pointierten, tiefenscharfen und in jedem Moment überaus gespannten Lesart dieser Quartettformation so frisch und mit einer so selbstverständlich wirkenden Leichtigkeit daher, als hätten Johanna Staemmler und Martin Funda an der Violine, Teresa Schwamm an der Viola und Peter Philipp Staemmler am Violoncello, Mozart mit der Muttermilch aufgesogen. Eine Sternstunde der Mozartinterpretation und des Quartettspiels überhaupt. Um 17 Uhr.

Benefizkonzert für die Ukraine: „Genesis 1971-76 – Balladen & Nursery Cryme“ in der Ringkirche.  Musiker Marc Diez kombiniert alte Genesissongs mit Gitarre und Gesang. Es fängt zunächst in guter alter Phil Collins Manier schnulzig an. Doch je tiefer man in die Vergangenheit und auf Peter Gabriel blickt umso kryptischer wird es. Marc Diez macht die Kryptik, nicht nur hörbar, sondern auch nachvollziehbar. Es gibt keinen Vorverkauf, jedoch werden am Konzertabend Spenden gesammelt, wodurch anschließend mit Hilfe der Ringkirche Menschen und Organisationen in der Ukraine unterstützt werden. Um 18 Uhr.

Musical: „Cabaret“ im Großen Haus. »Willkommen! Bienvenue! Welcome!«, so begrüßt der Conférencier allabendlich seine Gäste im berüchtigten Berliner Kit-Kat-Club Anfang der 1930er Jahre. Dies ist auch der Ort, an dem die Tänzerin Sally Bowles und der Schriftsteller Clifford Bradshaw erstmals aufeinandertreffen – und sich ineinander verlieben. Sie könnten so glücklich sein, wären da nicht die dunklen Vorzeichen einer aufstrebenden, nationalsozialistischen Bewegung. Der Musical-Klassiker, der seine Uraufführung anno 1966 am New Yorker Broadway erlebte und 1972 Oscar-prämiert mit Liza Minelli in der Rolle der Sally Bowles verfilmt wurde, wird in Wiesbaden neu in Szene gesetzt. Das Dirigat liegt in den Händen von Levi Hammer. Um 18 Uhr.

„Der Vater“ – im Staatstheater Wiesbaden. In August Strindbergs „Der Vater“ können sich der titelgebende Charakter, der Rittmeister, und seine Frau Laura über den künftigen Gang der Erziehung ihrer Tochter Bertha nicht einigen. Laura ergeht sich daraufhin plötzlich in Andeutungen: Ist der Rittmeister gar nicht der leibliche Vater von Bertha? Ist letztere ein Kuckuckskind? Zwischen dem Rittmeister und Laura beginnt ein epischer Kampf. In dessen Verlauf versucht sich der Rittmeister auf jede erdenkliche Weise Gewissheit zu verschaffen. Um 18 Uhr.

God is an Astronaut: Space-Rock / Post-Rock Konzert im Kesselhaus. Nach drei Jahren der Abstinenz und anlässlich des 15. Jubiläums ihres hervorragenden Albums „All Is Violent, All Is Bright“, sind God is an Astronaut aus dem vermutlich schönen Glen of the Donws in Irland in Wiesbaden zu Gast. Weiterhin bewegen sie sich in jenen Sphären, die den Übergang von Postrock zu NuGaze markieren. Heutzutage, nach den neuen Veröffentlichungen von My Bloody Valentine, Slowdive und Ride, kann man auch wieder Shoegaze sagen. Selten jedenfalls hört man so majestätisch-erhabene Stücke, die, dem Ansatz von Godspeed You Black Emperor oder Mogwai verwandt, dem Regelkanon des Postrock jederzeit neue Facetten hinzuzufügen vermögen. Mal polyrhythmisch, mal straight, oft verhallt und immer mit dem Blick auf die Schuhe.  Um 20 Uhr.

SONST NOCH WAS? WEITERE WIESBADEN-WOCHENENDE-TIPPS GERNE HIER ALS KOMMENTAR POSTEN.

 

Ein Kommentar “sensor-Wochenendfahrplan: goEast-Finale, Oligarchen-Lesung, Tagwerk-Konzert und fröhliches Frühlingsfest

  1. Mainzer Marktfrühstück oder Elsässer Platz-Rummel – es tummeln sich Tausende dichtgedrängt und ohne Masken, das sind völlig verantwortungslose Multispreader-Orgien bei gleichzeitige hohen Inzidenzen & Dunkelziffern! Wie können die Ämter so etwas momentan zulassen und sogar fördern – Kommerz über alles?! Hurra, die nächste Welle kommt bstimmt, und dann wieder Heulen & Zähneklappern. An Risikopersonen und die weiterhin hunderten Coronatoten täglich denkt keiner mehr – unfassbar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.