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Wieder Leben im “Pariser Hof” – Theaterfans ergreifen die Privatinitiative, Testlauf im Mai und Juni

pariserhof

 

Nach gut einem halben Jahr Leerstand kehrt wieder Theaterleben ein im “Pariser Hof” in der Spiegelgasse – zumindest vorerst. Theaterschaffende und Theaterfans ergreifen die Privatinitiative und wollen wieder Kulturleben in das Haus bringen, das 28 Jahre lang eine Kleinkunstbühne beherbergte. Diese stellte  jedoch Ende September 2014 den Betrieb ein.

Nach der Schließung ging es erstmal drunter und drüber – die Stadt forderte potenzielle Nachfolger auf,  Konzepte für eine weitere kulturelle Nutzung einzureichen, hatte aber gar kein wirkliches Interesse daran und stieß damit große Teile der Wiesbadener Kulturschaffenden gehörig vor den Kopf – und dann passierte erstmal nichts, und die Kulturstätte wurde zur bloßen Immobilie degradiert. Nun erreichte sensor die überraschende Nachricht: Im Mai und Juni wird das “Theater im Pariser Hof”, wie sowohl die Bühne wie auch der dafür neu gegründete Verein heißen werden, wieder bespielt – mit Kleinkunst, eigenen Theaterinszenierungen, Konzerten und Lesungen.

Einige Enthusiasten haben sich zusammengetan, um das Wagnis einzugehen – ohne jede Unterstützung seitens der Stadt: Sie mieten die  Räume zunächst veranstaltungsbezogen von der Wiesbadener Immobilienmanagement WIM auf eigene Faust an. Ihr Ziel ist es, das “Theater im Pariser Hof” langfristig als Spielstätte zu etablieren. Vorsitzender des neuen Vereins ist der Frankfurter Marc Günther, der seine Theaterlaufbahn einst in Wiesbaden startete, unter anderem Intendant am Schauspiel Köln war und jetzt als freier Regisseur, Autor und Schauspieler unterwegs ist. Der 2. Vorsitzende, Pascal Schmitt, betreibt seit gut drei Jahren das Restaurant “Chez Mamie” im gleichen Haus.

Neues Team “bunt gemischt, aber hoch kompetent”

Als “bunt gemischt, aber hoch kompetent” bezeichnet Günther gegenüber sensor das neue Team, das sich “zur Aufgabe gemacht hat, wieder für künstlerisches Leben in dem Haus zu sorgen”. Der “Versuchslauf” mit knapp zwanzig ganz unterschiedlichen Vorstellungen zwischen 21. Mai und 28. Juni soll einen Vorgeschmack geben auf das, was die Theatermacher gerne auf Dauer in der Spiegelgasse bieten wollen. Neben bekannten Namen aus dem Bereich Kabarett, die schon früher dort auftraten – “alle haben sofort Ja gesagt”, berichtet Günther  -, sollen auch eigene Stücke und Formate auf die Bühne kommen. Das Programm soll zudem auch kulinarische Akzente setzen, Ort für Gastspiele und “offen für Kooperationen” sein.

Das “Testprogramm”, für das in Kürze der Vorverkauf startet, ist auf der  “Theater im Pariser Hof”-Homepage zu finden.

Ausführlicher Bericht im Mai-sensor, der am 27. April erscheint und exklusiv vorab beim “Visionären Frühschoppen No. 8” am Sonntag, 26. April, im Walhalla verteilt wird.

(Dirk Fellinghauer / Foto Theater im Pariser Hof)

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