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Mit offenen Augen und Ohren besonderes Viertel erstreunern – Kleinode im Westend locken am 9. Juli

Von Dirk Fellinghauer. Fotos Ludmila Lorenz.

Ein besonderes und jederzeit besonders lebendiges und lebhaftes Viertel präsentiert und feiert sich. Über sechzig Teilnehmende öffnen zu „Kleinode im Westend“ am Samstag, 9. Juli, ihre Türen zu Werkstätten, Läden, Hinterhöfen und Vorgärten, zu Ausstellungs- und Aufführungsorten.

Sie laden ein zum Stöbern, staunen, durchs Viertel streunen und verweilen. Zu entdecken sind Kunst und Fotografie, Musik, Lesungen, Tanz und Yoga ebenso wie hochwertige Lebensmittel, lokale Gastronomie, Vintage-Artikel, Kinderprojekte, Schritte der Stadtbegrünung, Kulturinitiativen und vieles mehr.

„Flanieren Sie mit einem Verzeichnis der Teilnehmenden durch das Quartier“, lädt das Organisationsteam ein. Wer am letzten Sonntag den Superblock-Sonntag im Rheingauviertel und Dichterviertel genossen hat, hat eine Vorstellung davon, was sie meinen – auch wenn dieser „Kleinode“-Tag nicht mit der besonderen Besonderheit der Autofreiheit aufwarten kann.

Dafür aber ebenfalls mit besonderen Orten und Ecken und Menschen, die in dem Viertel arbeiten, gestalten und kreativ sind, die es teilweise prägen oder auch – außerhalb solcher Tage wie den „Kleinoden“ – im Verborgenen und im stillen Kämmerlein ihren Tätigkeiten nachgehen.

52 Kleinode – vom Privatloft bis zur Geigenbauwerkstatt

Sage und schreibe 52 Punkte enthält der Plan für diesen Samstag. Dabei sind Wiederholungs-Kleinodler, aber auch Neulinge. Besonders viele Punkte finden sich in der Goebenstraße. Hier öffnen zum Beispiel Isabell Coltman und Sören Kunz ihre privaten Lofträume und zeigen Acrylmalerei und Illustration. Vor ihrer Haustür kommen die Kunst-Koffer, direkt gegenüber gibt es Programm im neu eröffneten Buchladen/Café Schwarze, wiederum gegenüber von dort lockt die Kunstgalerie Mi mit koreanischen Köstlichkeiten, Kunst und traditionellem koreanischem Tanz.

Jonas Gierten öffnete seine Geigenbauwerkstatt in der Nettelbeckstraße, wo auch mit spontanen Musikaktionen mit Cellist Jan Filip Tupa und Geiger Puschan Mousavi zu rechnen ist. Was ein Waldcello ist und wie es klingt, können Kleinode-Schlenderer bei der Waldkindergruppe Schäferwiese in der Roonstraße mit Cornelius Hummel herausfinden. Im Labor Westend am Elsässer Platz gibt es die mehrfache Vorführung des Films „The Bed Bugs Blues“ – Regisseur Alex Simonov gibt dort auch um 18 Uhr ein Konzert. Der Hofladen Haselnuss feiert 35-Jähriges, Luis Wasabi Sushi to Go Einjähriges. Viele Künstler:innen stellen aus, besondere Geschäfte machen auch mit. Und so weiter und so weiter und so weiter …

Grüner Tag an der Hochschule

Der „Grüne Tag 2022“ ist ein Sommerfest mit Lerneffekt auf dem Campus der Hochschule RheinMain am Kurt-Schumacher-Ring und ist ebenfalls unter das Kleinode-Dach geschlüpft. Initiiert wurde er von Studierenden des Fachbereichs Sozialwesen der Hochschule RheinMain. Mit dem „Grünen Tag 2022“ soll ein Angebot geschaffen werden, welches über den Klimawandel und dessen Folgen aufklärt, sowie über unkomplizierte Nachhaltigkeits-Tipps informiert.  Bei sommerlicher Atmosphäre können Besucher:innen von 13-19 Uhr auf dem Kleiderflohmarkt stöbern und themenbezogene Ausstellungen besuchen sowie Leckeres genießen und Schönem Lauschen.

Der „Kleinode“-Plan – gestaltet wie der gesamte Auftritt von der im Westend ansässigen Designerin und Fotografin Ludmila Lorenz – kann hier unten angeschaut und heruntergeladen werden, er liegt auch vor Ort zahlreich aus und ist im Zentrum des Geschehens – bei Bedarf inklusive persönlicher Beratung – erhältlich: am Infopunkt an der Freiluftgalerie „Westend-Galerie“ Bismarckring, Ecke Goebenstraße, wo „Kleinode“-Organisator Titus Grab Position bezieht.

sensor präsentiert (und liegt an vielen Orten aus): „Kleinode im Westend“ im gesamten Wiesbadener Westend. Samstag, 9. Juli, von 11 bis 19 Uhr. www.kleinode-westend.de