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sensor-Straßengespräch: Hans-Peter Stroh, Kraftfahrer, Feldsträßer-Kerb-Organisator, 62 Jahre

Interview und Foto: Maximilian Wegener.

Herr Stroh, wir sind hier an der Feldstraße. Was für ein Gelände ist das hier?

„Das ist das Festgelände der Feldsträßer Kerbegesellschaft. Ich selbst bin im Vereinsvorstand. Das da vorne ist unser Lager und da hinten die Toiletten, die haben wir erst vor einer Weile neu gemacht.“

Was findet hier statt? Gibt es hier noch eine Kerb?  

„Die letzte Feldsträßer Kerb, oh, das ist schon bestimmt 15 Jahre her. Früher war das hier richtig groß, das ging bis weit ins Viertel rein. Aber so etwas kann man hier heute nicht mehr machen.“

Was machen Sie im Verein stattdessen?

„Wir sind im Verein mittlerweile noch etwa 20 Leute, aber so richtig aktiv sind nur noch fünf oder sechs. Wir kümmern uns hier um den Platz und nehmen an Festumzügen teil. Und wir machen hier jedes Jahr drei Veranstaltungen: Unser Picknick, das war erst letzte Woche, das Kerbefest am ersten August-Wochenende und das Ebbelwoifest im September.“

Wie groß ist da der Rahmen?

„Ziemlich klein. Zum Kerbefest erwarten wir vielleicht hundert Leute, zu den beiden anderen sind es weniger. Bei uns geht es ziemlich traditionell zu, es gibt zum Beispiel nur echtes Geschirr hier – und Bratwurst, Fritten, Kuchen und Apfelwein mit Alkohol. Was anderes kommt gar nicht infrage. Wir könnten natürlich vieles anders und moderner machen, aber das wäre nicht mehr dasselbe. Es geht, wie gesagt, vor allem um die Tradition.“

Wie sehen Sie da die Zukunft?

„Wir wissen auch, dass solche Veranstaltungen wie unsere vielleicht nicht mehr zeitgemäß sind, aber wir werden so weitermachen wie bisher, solange es geht. Wir verstehen uns da auch als Forum für unsere Generation.“

Die Feldsträßer Kerbegesellschaft ist die älteste in Wiesbaden und die letzte in der Wiesbadener Innenstadt. Das Kerbefest findet am 3. August ab 14 Uhr und am 4. August ab 11 Uhr auf dem Kerbeplatz Feldstraße/Kellerstraße statt, am Samstag mit Livemusik:

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