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Wiesbaden will sich modellhaft locker machen – Ziel: Einzelhandel/Kultur/Gastro-Öffnungen nach Ostern

Der Wiesbadener Einzelhandel – hier Angelika Platte vor ihrem Geschäft chichino in der Nerostraße – könnte von einer „Modellstadt“-Praxis profitieren und wieder entspannter Kund:innen begrüßen.

Nix ist fix, aber der Wunsch – und entsprechende Bemühungen – sind da: Auch Wiesbaden will Modellstadt werden. Im besten Fall könnten Einzelhandel, Gastronomie und Kultur wieder öffnen und Sport auch in Gruppen wieder ermöglicht werden. Voraussetzungen: Grünes Licht vom Land, entsprechende Inzidenzwerte und  tagesaktuelle, negative Schnelltests für alle, die dann wieder shoppen, Kultur genießen oder Sport treiben wollen.

„Um die wirtschaftlichen Folgen für die Ladeninhaber, Gastronomen und Kulturschaffende abzumildern, beabsichtigt die Landeshauptstadt Wiesbaden, durch vermehrte Schnelltests Lockerungen zu ermöglichen“, wurde heute per Pressemitteilung verkündet. OB Gert-Uwe Mende und Bürgermeister Dr. Oliver Franz haben demnach Innenminister Peter Beuth und Sozialminister Kai Klose in einem Brief gebeten, hierzu die entsprechenden rechtlichen Grundlagen zu schaffen. Vorbild könnte die Modellstadt Tübingen sein oder auch das Saarland, welches nach Ostern ähnliche Maßnahmen geplant hat.
Test-Infrastruktur ausbauen

Hierzu könnte die vorhandene Test-Infrastruktur weiter ausgebaut werden. So hat beispielsweise die Drogeriekette DM bereits angekündigt, weitere Testzentren schaffen zu wollen. „Die Landeshauptstadt hat bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit der konkreten Umsetzung beschäftigt, sodass mit einem solchen Modell nach Ostern gestartet werden könnte“, heißt es.

„Lebensqualität erhöhen, Umsatzeinbußen verringern“

„Dieses Vorhaben würde sowohl die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger erhöhen und die Umsatzeinbußen der genannten Unternehmergruppen verringern. Gleichzeitig würde die Erhöhung der Anzahl von Schnelltests dazu führen, dass Infizierte schneller in Quarantäne geschickt werden können“, lässt die Stadt mitteilen.
In Hessen haben bereits diverse Städte angekündigt, sich um Modellstadt-Status zu bemühen, unter anderem Frankfurt, Rüdesheim, Alsfeld, Fulda oder Bad Homburg. Das Infektionsgeschehen müsse hierfür „überschaubar“ sein, hatte Ministerpräsident Bouffier als eine wesentliche Voraussetzung genannt. In Wiesbaden steigt die 7-Tage-Inzidenz seit Tage, heute – 25. März, 14.45 Uhr – liegt sie bei 89,7. (dif/ Foto privat)

Ein Kommentar “Wiesbaden will sich modellhaft locker machen – Ziel: Einzelhandel/Kultur/Gastro-Öffnungen nach Ostern

  1. Ich halte überhaupt nichts von diesem Herumjonglieren mit Öffnungen angesichts der besorgniserregendenden Infektzahlen: hier werden erneut sehenden Auges massive Risiken in Kauf genommen, anstatt endlich einen konsequenten Lockdown zu fahren, um bis zur endlich breitgestreuten Impfung die Inzidenz herunter zu bringen. Sonst droht uns ein ruinöser Lockdown – Pingpong bis zum völligen Zusammenbruch der klinischen Möglichkeiten und des Gemeinwesens.

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