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Fahrraddemo als Signal an neue Stadtverordnete: „Guter Anfang zur Verkehrswende ist gemacht, reicht aber nicht“

Unter dem Motto „Klima schützen, Verkehrswende stützen – Kein Stillstand im Rathaus!“ rufen der Fahrradclub ADFC und weitere Vereinigungen  für den 25. April 2021 zu einer Fahrraddemo auf. Unter dem Motto „Klima schützen, Verkehrswende stützen – Kein Stillstand im Rathaus!“ treffen sich die Mitradelnden um 14 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Die Demonstration ist ein Appell an die nun politisch Verantwortlichen, die in der letzten Legislaturperiode begonnene Verkehrswende für Wiesbaden konsequent fortzusetzen. Die neue Stadtverordnetenversammlung kommt zur konstituierenden Sitzung am 29. April zusammen.

Kurz vor der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Stadtparlaments wenden die Organisationen, darunter Fridays for Future Wiesbaden, Wiesbaden neu bewegen e.V., Klimaliste Wiesbaden, Workers for Future Wiesbaden/Mainz, das Bündnis Verkehrswende und Greenpeace Mainz/Wiesbaden, das Augenmerk auf die Themen Verkehr und Klimaschutz.

Die in den letzten Jahren getroffenen Maßnahmen und Veränderungen sind ein guter Anfang, aber sie reichen bei weitem noch nicht aus, damit Wiesbaden seine Klimaziele einhält und seine Verkehrsprobleme in den Griff bekommt. „Wir fordern daher die Parteien in Wiesbaden auf: der Weg der Verkehrswende muss konsequent weitergegangen werden“, sagt Günni Kerber, Pressesprecher des ADFC Wiesbaden/Rheingau-Taunus.

Konkrete Forderungen für Koalitionsgespräche

Der Appell geht dabei an die Stadtpolitik und die Parteien, die in Koalitionsgespräche treten. Ausbau des Radwegenetzes, eine Stärkung des ÖPNV und mehr Platz für zu Fuß Gehende: eine faire Aufteilung des öffentlichen Raums steht dabei weit oben auf der Agenda. Gerade nach der Absage an die CityBahn im November sei es nun wichtig, dass hier noch mehr Energie hineingesteckt wird.

„Ziel der Verkehrspolitik der nächsten Jahre muss sein, den Anteil der Wege zu Fuß, mit dem Rad oder Bus und Bahn wesentlich zu erhöhen bzw. den der PKW-Wege wesentlich zu reduzieren. Wiesbaden hat eine absurd hohe Zahl an privaten PKWs, den höchsten Motorisierungsgrad unter den Großstädten in Deutschland – kein Spitzenplatz, auf den man stolz sein kann,“ so Wito Harmuth, Vorsitzender von Wiesbaden neu bewegen e.V..

Auch der Luftreinhalteplan spiele hierbei eine wichtige Rolle. „Wir fordern, dass er weiter umgesetzt und nicht zurückgedreht wird“, so Kerber weiter. Im Luftreinhalteplan stehen unter anderem die Umweltspuren auf dem 1. Ring festgeschrieben.

Schnelle Maßnahmen für rasche Effekte

Die Veranstalter fordern von den Wiesbadener Parteien Maßnahmen, die schnell umzusetzen sind, um möglichst bald die Effekte einer besseren Verkehrspolitik zu spüren. Dazu gehören ein weiterer Ausbau des Radwegenetzes mit sicheren und getrennten Spuren, eine konsequente Parkraumbewirtschaftung und zukunftsträchtige Modelle für den ÖPNV. „Die faire Aufteilung des öffentlichen Raums, für alle Verkehrsteilnehmende, ist in Wiesbaden schon lange überfällig und birgt am Ende mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität für alle! Die Landeshauptstadt verpflichtete sich 2019 zum Pariser Klimaabkommen und muss dies verkehrspolitisch auch zeigen!“, ergänzt Jaspar Reimann von Fridays for Future Wiesbaden.

Start ist um 14 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz. Nach einer Auftaktkundgebung führt die Raddemo durch die Innenstadt, mit einer Zwischenkundgebung vor dem Rathaus und endet im Kulturpark Schlachthof. Alle Interessierten sind eingeladen, mit dabei zu sein und für die Verkehrswende zu radeln.

(sun/Foto: )

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